Das Corona-Decameron der Inn-Piraten in Mission Tiroler für Tiroler
Themenkreis des vierten Tages: Selbsterfüllende Prophezeihungen. Der Herr spricht: Lass es an Dir geschehen, wie Du es wünscht!

DAS EWIGE ROM - DER VATIKANSTAAT

Der Glaube, der die Berge versetzt.
Der Wille, der jeden Weg bahnt.
& die Not des schutzbedürftigen Menschen, die den unbedingten Lebenswillen des Gläubigen finderisch macht.

Das ist die Trinität unseres Themas heute.

Das ist nicht Sparta, liebe Kollegen Anonymous & geschätzte Frau Free-Net in thy sonic youth amoung yourselfes kind as cyber-freaks.

DAS IST ROM!!! 

Wie erschlagen von der monumentalen Grösse & Herrlichkeit, der Opulenz der Idee & der völligen ungeschminkten Weltlichkeit des Vatikans standen wir einst vor dem Petersdom, nachdem wir vorher durch die offene Kuppel des antiken römischen Pantheons via Tausendjähriges Auge, also in die Ewigkeit, in den sommersonnigen Himmel der ewigen Stadt geschaut hatten.

Wir Innviertler Landeier haben ein solches Erlebnis nicht im Kindes-Alltag & empfinden deshalb beim ersten Kontakt zu hyperirdischer Erhabenheit wohl ein leichtes, nein tiefgehendes Grausen eines sensiblen Nachempfindens historischer Brutalität & Durchsetzungsenergie, wie der Seher & Menschenversteher Dostojewskij, der nach dem Zusammentreffen mit dieser Herrschaftsprovokation der Sanftmütigen in reactio auf Grösse & Wahn der katholischen Idee in ihrer römischen Fassung den Essay vom GROSSINQUISITOR in einem mutmasslichem Wutanfall hingeworfen hat, der bis heute die Jung-Gelehrten weltweit semesterweise beschäftigt.

Auf diesen nicht einmal dreissig Seiten des Epochalromans von den BRÜDERN KARAMASOW erklärt der Intellektuelle & Anti-Christ Iwan seinem jüngeren vorpriesterlichen Bruder das katholische System wie folgt:

Es lässt im Mittelalter der Dominikanischen Menschenverbrennung Christus wieder erscheinen, alle erkennen ihn sofort, er tut Wunder "schon von seinem Gewande geht heilende Kraft aus," er spricht wieder talitha kumi, & ein verstorbenes Mädchen erwacht....dann reicht es der Obrigkeit & er wird auf Geheiss des fast neunzigjährigen Grossinqusitors verhaftet.

In der Zelle erklärt der alte Mann dem schweigenden verhafteten Menschensohn: 

" Wir sind schon längst nicht mehr mit Dir, sondern mit IHM, schon seit acht Jahrhunderten haben wir von ihm das angenommen, was Du entrüstet zurückgewiesen hattest, jene letzte Gabe, die er Dir anbot, als er Dir alle Reiche der Welt zeigte: wir nahmen von ihm Rom und das Schwert des Kaisers und erklärten uns selbst zu irdischen Königen, zu den einzigen Königen, wenn es uns auch bis heute nicht gelungen ist, unser Werk zu vollenden. Doch wer ist daran schuld? Oh dieses Werk steckt bis jetzt noch in den Anfängen, aber es hat begonnen."

Das war finsteres Mittelalter nachgedacht. Unter IHM versteht schon Dostojewskij den GEIST DER MODERNE, der luizid fragt:"Wozu brauchst Du Gott, wenn für alles technisch gesorgt ist?"

& doch regiert der römische Katholizismus nach wie vor die Weltmehrheit an Gläubigen!

Auf drei Pfeilern, wie der Großinquisitor erklärt,  DEM WUNDER, DEM GEHEIMNIS UND DER AUTORITÄT. Quelle: dtv-Ausgabe, 17. Auflage, März 2001, Seiten 344, cit. oben S. 347

Wir interpretieren theologisch die Autorität als Gottvater, den heiligen Geist als These zum Ungeist & das Wunder aller Wunder, den Menschensohn selbst mit dem das Wort des Vaters, das Wort Fleisch wurde und unter uns wohnte.

Eines von den überlieferten Wundern liegt uns sehr am Herzen, weil es schicksalhaft mit uns verwoben scheint.

Im Jahre 2005 saßen wir selbst in carcere Kaiserjägerstrasse 18, Pol.Dion. Innsbruck, wegen einer unbezahlten Verkehrsstrafe von 1,5 Monaten als Ersatz der Verwaltungsgeldstrafe, bervor wir nach DREI Tagen wiederauferstehend von unseren zwei besten anwaltlichen Studien-Freunden ausgelöst wurden, die von unserem insolvenzbedingten Haftantritt erfahren hatten. So funktionierte im übrigen in archaischer Zeit auch die Schuldhaft unter Privatleuten, aber heute dürfen das Private wie Banken & semistaatliche Finanzinstitute nicht mehr, dem modernistischen Geist der Aufklärung zum  Danke. Dort durften wir uns auf 14m², 4 Plätze auf 2 Stockbetten teilen & jeder Tag war für uns ein unschöner Nervenkitzel, weil man nie wußte wer, warum gerade einrücken durfte. Wir erlebten eine Knastrevolte, zum spärlichen Hofgang hungerstreikende Asylsuchende...aber das mag sich ja verbessert haben, oder?

Alles reine Finanzierungsfragen, keine ethischen, aber durchaus ästhetischen Grundsatzfragen.
Armut stinkt nämlich, was die muslimischen Zellennachbarn also zum Protest empörte, als man ihnen einen sehr verwahrlosten Stadtstreicher zum Genossen machte.

"Look, we are all suffering!", meinte der junge Nigerianer, der uns ein paar sehr wirksame Body-Building-Tricks für den Heimgebrauch zeigte & der uns zum Abschied seine Bibel schenkte aus der wir nun die angesprochene Stelle in schöner Länge wiedergeben möchten. MATTHEW 15:21 - 15:28, von uns zeitgerecht mehrfarbig weiterbearbeitet am 14/8/05, dort steht geschrieben:

21 Leaving there, Jesus now withdrew into the parts of Tyre and Sidon. 22 And, look! a Phoenician woman from those regions came out and cried aloud, saying: "Have mercy on me, Lord, Son of David. MY DAUGHTER IS BADLY DEMONIZED." 23 But he did not say a word in answer to her. So his disciples came up and began to request him: "Send her away, because she keeps crying out after us." 24 In answer he said: "I was not sent forth to any but to the lost sheep of the house of Israel. 25 When the woman came she began doing obeisance  to him saying: "Lord help me!" 26 In answer he said: "It is not right to take the bread of the children and throw it to little dogs." 27 She said: "Yes, Lord, but really the little dogs do eat of the crumbs falling from the table of their masters." 28 Then Jesus said in reply to her: "O WOMAN, GREAT IS YOUR FAITH; LET IT HAPPEN TO YOU AS YOU WISH." And her daughter was healed from that hour on.

Sobald also wieder Normalität in unser aller Tage einkehrt, werden wir dem Wort des Herrn getreu in seinem Namen weiter im Politischen PREDIGEN, TEILEN & HEILEN, was der Ausnahmezustand am Gottesvolk verhehrt & verzehrt hat. Sogar die Privaten Banken stunden nun Kreditrahmen, weil es vox populi fordert. Volkes Stimme ist Gottes Stimme, heisst es seit den Alten über die Jahrtausende. Im Vertrauen auf den einen Gott werden wir:

Denen die Hilfe erflehen
Den inneren Befehl in uns ersehen
Damit sein Wille geschieht
Wenn auch der Mammon uns flieht
Er ist nur gottbefohlener Dämon
Ein praktischer Fetish
Was weiss, die Welt schon?

In ihr befiehlt das Geld
Was sie im Innersten zusammenhält

In dieser Seins-Natur
Folgen wir des Mammons Spur....
Werte gemeinsam tauschen & teilen
Das wird im Sturme gewisslich
Von der großen Pleite uns heilen

& uns beschützen!
Wenn wir die Kraft seines Worts in uns
Nützen!!

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