Gedanken
Bischof Hermann Glettler als Telefonseelsorger im Einsatz

Bischof Hermann Glettler bei der Telefonseelsorge mit der Leiterin Astrid Höpperger (beim Telefon)
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  • Bischof Hermann Glettler bei der Telefonseelsorge mit der Leiterin Astrid Höpperger (beim Telefon)
  • Foto: Diözese Innsbruck/Gstaltmeyr
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Glettler: "Die Bedeutung dieser Seelsorgeeinrichtung ist mir noch deutlicher bewusst geworden".

TIROL (dibk). Am 15. Dezember 1978 ging die Telefonseelsorge Innsbruck in Betrieb. 40 Jahre später – auf den Tag genau – stellte sich Bischof Hermann Glettler in den Dienst der guten Sache.
Der Bischof machte 90 Minuten Dienst und kam mit mehreren Personen ins Gespräch: "Ich bin sehr dankbar, dass so viele Ehrenamtliche für den Dienst des Zuhörens zur Verfügung stehen. Auch wenn ich nur einen kurzen Dienst gemacht habe, ist mir die Bedeutung dieser Seelsorgeeinrichtung noch deutlicher bewusst geworden."

Höpperger: „Zuhören, zuhören, zuhören!“

„Zuhören, zuhören, zuhören – das ist das Wichtigste“, freut sich Astrid Höpperger, Leiterin der Telefonseelsorge Innsbruck, auf den Besuch des Bischofs. Das sei es auch, was die MitarbeiterInnen der Telefonseelsorge am Telefon und seit einigen Jahren auch schriftlich in der Onlineberatung tun.

Menschen wollen verstanden werden

„Sehr viele Anrufende suchen nicht die Lösung ihrer Probleme, sondern möchten einfach jemanden, der ihnen einfühlsam zuhört“, so Höpperger. Sie ist davon überzeugt, dass es eine der tiefsten Sehnsüchte des Menschen ist, verstanden zu werden. Wenn sich ein Mensch angenommen und verstanden fühlt, kann er selbst seine aktuelle Situation annehmen, sie aushalten oder einen Ausweg finden, so das Credo der Telefonseelsorge. „Die Telefonseelsorge dient vielen als Platz zum Durchatmen. Ein wenig von der Last fällt ab, neue Sichtweisen können entwickelt werden“, so die Leiterin.

Richtiges Zuhören wolle gelernt sein

Doch richtiges Zuhören, also Mitfühlen und Mitdenken, sei eine Kunst und wolle gelernt sein. Dazu bildet die Telefonseelsorge seit 40 Jahren ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus, insgesamt waren es 317 seit der Gründung 1978.

465.000 Anrufe in den vergangenen 40 Jahren

Seit 40 Jahren, engagiert sich die Telefonseelsorge in Innsbruck. 83 Ehrenamtliche sind im Moment im Dienst und nehmen sich Zeit für Einsame, Menschen mit Beziehungsproblemen und psychisch Kranke. Auch Suizidgedanken sind bei Anrufenden immer wieder Thema. Mehr als 465.000 Anrufe wurden in den vergangenen 40 Jahren entgegengenommen. Derzeit wird 40 bis 50 Mal am Tag der Hörer abgenommen. „Was in anderen Weltgegenden die materielle Not ist, ist bei uns die seelische. Das lässt sich derzeit nicht grundsätzlich ändern, aber es ist möglich, ein klein wenig dagegen zu tun“, so Höpperger.

Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 142 und online unter www.onlineberatung-telefonseelsorge.at erreichbar.

Bischof Hermann Glettler bei der Telefonseelsorge mit der Leiterin Astrid Höpperger (beim Telefon)
Bischof Hermann Glettler bei der Telefonseelsorge mit der Leiterin Astrid Höpperger und Mitarbeiterin Burgi Stemberger

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