Gedanken
Das Kloster als Lebensentscheidung

Bruder Matthias Reich entscheidet sich für ein Leben im Kapuzinerorden. vlnr: Br. Paul Borek, Guardian (Hausoberer) des Kloster Innsbruck, Br. Matthias Reich, Br. Erich Geir, Provinzial (Ordensoberer) für Österreich und Südtirol,
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  • Bruder Matthias Reich entscheidet sich für ein Leben im Kapuzinerorden. vlnr: Br. Paul Borek, Guardian (Hausoberer) des Kloster Innsbruck, Br. Matthias Reich, Br. Erich Geir, Provinzial (Ordensoberer) für Österreich und Südtirol,
  • Foto: Kapuziner/ Gerhard Berger
  • hochgeladen von Arno Cincelli

30-jähriger Steirer legt in Innsbruck die ewigen Gelübde des Kapuzinerordens ab.

INNSBRUCK. Der 2. Februar wird in der Kirche als „Tag des geweihten Lebens“, also der Priester und Ordensleute gefeiert. Für Bruder Matthias Reich aus Heimschuh nahe Leibnitz ist es heuer der Tag, an dem er die Entscheidung über seine Lebensform im Orden endgültig bestätigt. Mit der „ewigen Profess“ legt der 30-jährige Steirer ein Versprechen ähnlich der Heirat im bürgerlichen Leben ab. Bruder Matthias Reich ist der jüngste österreichische Kapuziner und lebt seit sechs Jahren im Kloster. Seine dauerhaften Ordensgelübde legte er in die Hände des Ordensoberen für Österreich und Südtirol, Provinzial Bruder Erich Geir und vor 130 Festgästen ab. „Das ist mein Weg!“ so Bruder Matthias selbst über sein Versprechen.

Matthias Reich trat 2013 als Theologiestudent in den Kapuzinerorden ein. Der Steirer aus Heimschuh bei Leibnitz lernte die Kapuziner schon als Kind kennen. „Da hatte ich das Gefühl von Heimat!“ erklärt Bruder Matthias Reich. Während seiner Ordensausbildung wurde er an verschiedenen Orten eingesetzt: Brig (Schweiz), Salzburg, Innsbruck, und je 2 Monate Praktikum in den Klöstern Wien und Bruneck. 2017 schloss er das Theologiestudium in Innsbruck ab. Das in der Kapuzinerausbildung vorgesehene Auslandsjahr verbrachte er 2017/ 18 in Sofia und lernte dafür fließend Bulgarisch. Seine Mitbrüder kennen ihn als vieltalentierten und fröhlichen Zeitgenossen. „Wo Matthias hinkommt, wollen ihn die Menschen behalten!“ beschreibt Provinzial Bruder Erich Geir seinen jungen Mitbruder. „Er ist ein Geschenk für unsere Gemeinschaft!“

Weiteste Anreise: Die bulgarische Delegation

Die zahlreichen Stationen in der Ausbildung zeigen sich auch an den Festgästen, die aus dem ganzen deutschsprachigen Raum nach Innsbruck gekommen sind. Den weitesten Weg hatte die Delegation aus Bulgarien. Aber auch seine Stationen vor dem Ordenseintritt zeigen sich an den Mitfeiernden, denn neben der Familie war auch der Kirchenchor der Heimatpfarre dabei, sowie Wegbegleiter aus der Grazer Studienzeit und dem Priesterseminar.
Wie geht es nach der Profess nun weiter? Zur Zeit absolviert Bruder Matthias das „Pastoraljahr“ (seelsorgliches Praktikumsjahr) im Seelsorgeraum Jenbach-Wiesing-Münster und im Pastoralteam des slw-Soziale Dienste der Kapuziner. Für März ist die Diakonweihe geplant. Das Pastoraljahr dauert noch bis zum Ende des Sommers. Wo er im Anschluss eingesetzt wird, steht noch nicht fest.

Gelübde: „Einfach, wach, gemeinsam“

Mit diesen drei Worten erklären die Ordensgemeinschaften Österreichs die Lebensform des Ordens. Die ewige Profess oder dauerhaften Ordensgelübde haben etwa die Bedeutung einer Heirat im bürgerlichen Leben. Mit dem heutigen Tag verspricht Bruder Matthias Reich, sich dauerhaft um ein Leben in Anspruchslosigkeit zu bemühen, verfügbar zu sein für die Notwendigkeiten Gottes, der Menschen und des Ordens und in Treue entsprechend der gemeinschaftlichen Lebensform der Kapuziner zu leben. Der Ordensobere nimmt die Gelübde stellvertretend für Gott und die ganze Gemeinschaft entgegen. Zu Provinz Österreich-Südtirol gehören 91 Kapuziner in 16 Niederlassungen. Zuletzt hat ein Kapuziner die ewigen Gelübde im Herbst 2015 abgelegt.

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