Fronleichnam
Einfach und bewusst als Bitte um Segen

Die traditionelle Tiroler Landesprozession in Innsbruck ist abgesagt, Gottesdienste und kleine Prozessionen finden aber statt.
  • Die traditionelle Tiroler Landesprozession in Innsbruck ist abgesagt, Gottesdienste und kleine Prozessionen finden aber statt.
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Die traditionelle Tiroler Landesprozession in Innsbruck ist abgesagt, Gottesdienste und Prozessionen in einfacher Weise sind jedoch wichtig. Ein Übersicht der Gottesdienste zu Fronleichnam in Tirol.

Kleine Form

Aufgrund der Maßnahmen gegen das Corona-Virus wird das Fronleichnamsfest am Donnerstag, 11. Juni, heuer in kleineren Formaten stattfinden. Prozessionen sind in einfacher Weise ohne Formationen und meist mit nur einer Station geplant. Die traditionelle Tiroler Landesprozession in Innsbruck ist abgesagt.

Vom Dom zur Annasäule

Bischof Hermann Glettler wird im Dom zu St. Jakob um 9 Uhr einen festlichen Gottesdienst feiern. Im Anschluss folgt eine einfache Prozession zur Annasäule, wo in besonderer Weise um Segen für die Menschen der Stadt und des Landes gebetet wird. Gerade in der zweiten Phase der Bewältigung der Krise ist dies wichtig. Nach Evangelium und Predigt spendet der Bischof den sakramentalen Segen. Die Bundesstandarte der Schützen wird bei der Prozession mitgetragen werden, darüber hinaus jedoch sind keine Formationen und Abordnungen dabei.

Fürbitte und Segen

Die Pfarrgemeinden lädt Bischof Hermann Glettler heuer ausdrücklich ein: „Es geht um Fürbitte und Segen für die Menschen in unseren Dörfern und Städten. Dieser geistliche Dienst ist gerade jetzt, wo schwerwiegende Folgen der Krise immer sichtbarer werden, wichtig“. Durch die jüngsten Lockerungen hat sich ergeben, dass eine Abhaltung der Feier im kleineren Rahmen und eine einfache musikalische Gestaltung möglich sind.

Schlichte Feiern

Die Fronleichnamsfeiern in den Pfarrgemeinden sind durchwegs schlicht gehalten und geprägt vom Wunsch, einen würdigen Rahmen für Fürbitte und Gebet zu schaffen.
In der Pfarre Schwaz-Maria Himmelfahrt wird der Fronleichnamsgottesdienst bei Schönwetter im Pfarrpark gefeiert. Die musikalische Gestaltung übernimmt eine kleine Bläsergruppe der Knappenmusik. Mit dem geforderten Abstand werden auch eine kleine Fahnenabordnung und die Träger der Zunftstangen Aufstellung nehmen. Zum Abschluss des Gottesdienstes werden ein Evangelium sowie Fürbitten gelesen und Pfarrer Martin Müller wird den sakramentalen Segen spenden.
Das Stift Wilten in Innsbruck verzichtet heuer auf die Abhaltung der Fronleichnamsprozession. Um 9 Uhr wird in der Stiftskirche eine Pontifikalmesse mit abschließendem sakramentalen Segen gefeiert. Der Gottesdienst wird mit Lautsprechern auf den Vorplatz übertragen. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von einem Bläserquartett der Stadtmusikkapelle Wilten.
In der Stadtpfarrkirche Hall-St. Nikolaus wird Pfarrer Jakob Patsch den Fronleichnamsgottesdienst um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche feiern, bis zu 250 Gläubige können am Gottesdienst teilnehmen. Anschließend schlichte Prozession ohne Formationen zum oberen Stadtplatz, wo ein kleiner Altar aufgebaut ist. Nach Evangelium und Fürbitten wird die Feier mit einem sakramentalen Segen abgeschlossen.
In Lienz wird der Fronleichnamsgottesdienst um 8 Uhr am Hauptplatz gefeiert, zelebriert von Dekan Franz Troyer gemeinsam mit Siegmund Bichler (Pfarre Lienz-Heilige Familie) und Franziskanerpater Martin Bichler (Pfarre Lienz-St. Marien). Die Formationen werden nur mit ganz kleinen Abordnungen an der Feier teilnehmen. In der Pfarre Gaimberg wird der Gottesdienst um 9.30 Uhr ebenfalls im Freien gefeiert, verbunden mit der Feier der Erstkommunion.
In den Landecker Pfarren Maria Himmelfahrt und Bruggen beginnt der Gottesdienst um 8.30 Uhr, anschließend einfache Prozession mit einer Station mit Evangelium, Fürbitte und sakramentalem Segen. In Landeck-Perjen wird am Sonntag, 14. Juni, mit einem Gottesdienst um 8.30 Uhr und einer kurzen Prozession gefeiert.
Reutte und Wängle beginnen die Fronleichnamsgottesdienste um 9 Uhr auf dem Kirchplatz. Nach dem Schlusssegen folgen ein Evangelium, Fürbitten und ein sakramentaler Segen, es gibt keine anschließende Prozession. Bei Regenwetter wird in den Kirchen gefeiert, wobei dann die bekannten Zugangsbeschränkungen gelten.

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