DiabCare
Corona-Risiko für DiabetikerInnen minimieren

Derzeit gibt es in Tirol rund 66.000 DiabetikerInnen.
  • Derzeit gibt es in Tirol rund 66.000 DiabetikerInnen.
  • Foto: pixabay/PhotoMIX-Company – Symbolbild
  • hochgeladen von Sabine Knienieder

TIROL. Diabetes ist bewiesenermaßen ein Risikofaktor für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg setzt deshalb viel Hoffnung in die digitalen Möglichkeiten der Diabetesversorgung. Zukünftig sollen in Tirol vermehrt Patientinnen und Patienten aus dieser Risikogruppe telemedizinisch betreut werden.

Telemedizinische Betreuung

DiabCare ist ein innovatives Tiroler Projekt, das sich bereits bewährt. Derzeit werden unter Federführung von Oberarzt Christian Ciardi am Krankenhaus Zams PatientInnen in Zeiten von Covid-19 auch telemedizinisch betreut: „Ein Vorteil ist, dass unsere Patientinnen und Patienten nach entsprechender Diabetesschulung und der Einschulung auf die entsprechenden Geräte ihre Werte von zu Hause übermitteln können. So können wir eine Betreuung und Optimierung der Therapien vornehmen, ohne dass die Patientin und der Patient die Diabetes-Ambulanz aufsuchen müssen“, berichtet Oberarzt Ciardi.

Ciardi betont, dass jedoch nicht alle Diabetikerinnen und Diabetiker von dieser Form der Betreuung profitieren: „Besonders wertvoll ist die Versorgung im Bereich des Schwangerschaftsdiabetes. Schwangere Frauen haben in der momentanen Situation Bedenken, sich und ihr ungeborenes Kind einem möglichen Infektionsrisiko durch Covid-19 auszusetzen“, berichtet Christian Ciardi und weiter: „Nicht nur Schwangere mit einem Gestationsdiabetes haben in den Zeiten von Covid-19 einen Vorteil. Durch die engmaschigen Kontrollen, welche die Telemedizin ermöglicht, ist gerade die Handhabung von Insulin, das gerade am Beginn der Therapie zu Unsicherheiten führen kann, sicher und effektiv zu vermitteln.“

Arbeit an Softwareentwicklung 

Derzeit wird gerade auf Ebene der Softwareentwicklung intensiv gearbeitet, um in Zukunft ein qualitativ hochwertiges Monitoring anbieten zu können. Nur unter diesen Voraussetzungen wäre eine flächendeckende Versorgung möglich. „Eine optimale Einstellung ist jedoch nur nach entsprechender Diabetesschulung von Patienten möglich, denn nur gut informierte und gut geschulte Diabetiker werden Ihren Diabetes gut im Griff haben“, erklärt der Oberarzt.

Innovative Technik

„Gerade in Bezug auf Diabetes ist es häufig sehr schwierig die Patienten und den Patienten optimal auf die Therapie einzustellen“, erklärt Bernhard Pfeifer, der für das Projekt am Landesinstitut für Integrierte Versorgung (LIV) Tirol zuständig ist. „Viele Arztbesuche wären dafür nötig, wofür aber auch häufig die Zeit fehlt, da die Betreuungsintensität sehr hoch ist. Mit dem telemedizinischen Betreuungssystem Diab Care haben wir aber nun den idealen Begleiter für Menschen mit Diabetes geschaffen“, fügt Pfeifer hinzu.

Ausgerüstet mit einem speziellen Smartphone, einem Blutzuckermessgerät, einem Blutdruckmessgerät und einem Schrittzähler übermitteln die Patienten täglich ihre Vitalparameter an das Betreuungsteam. Dieses stellt sich aus ÄrztInnen, DiabetesberaterInnen als spezialisierten Pflegekräften und DiätologInnen zusammensetzt. Clemens Rissbacher, Vorstand des Landesinstituts für Integrierte Versorgung Tirol, erläutert abschließend den Hintergrund: „Diese Multidisziplinarität garantiert, dass die Patientinnen von einem digitalen Expertenteam perfekt betreut werden.“ 

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