Mitarbeiterzufriedenheit
Positive Zwischenbilanz für "Gsund&Achtsam" der Tiroler Lebenshilfe

Vlnr. Gert Lang (Fonds Gesundes Österreich), Lisa Stern (TGKK), Christian Scharinger (Gesundheitssoziologe), Georg Willeit (GF Lebenshilfe Tirol), Barbara Schiestl (Lebenshilfe Tirol, Projektleitung Gsund&Achtsam) und Felix Gottwald.
  • Vlnr. Gert Lang (Fonds Gesundes Österreich), Lisa Stern (TGKK), Christian Scharinger (Gesundheitssoziologe), Georg Willeit (GF Lebenshilfe Tirol), Barbara Schiestl (Lebenshilfe Tirol, Projektleitung Gsund&Achtsam) und Felix Gottwald.
  • Foto: Lebenshilfe
  • hochgeladen von Laura Sternagel

TIROL. Vier Jahre nach Start der Aktion „Gsund&Achtsam“ zieht die Lebenshilfe Tirol positive Bilanz. Ausgehend von den Wünschen der MitarbeiterInnen wurden Maßnahmen entwickelt, um die Arbeitszufriedenheit zu verbessern.

„Unser Anspruch, Menschen mit Behinderungen bei einem inklusiven, selbstbestimmten, barrierefreien und erfüllten Leben zu begleiten verändert auch die Assistenzarbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Heute geht es darum in der Nachbarschaft, im Sozialraum, in inklusiven Arbeitssettings Inklusion auf den Boden der Gesellschaft zu bringen“, beschreibt der Geschäftsführer der Lebenshilfe Tirol Georg Willeit die neuen Herausforderungen in der Begleitung von Menschen mit Behinderungen. „Dabei sehen wir strategisches Gesundheitsmanagement als Basis für zufriedene und vitale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. eine bessere Unternehmenskultur“, so Georg Willeit über die Zielsetzungen von Gsund&Achtsam.

63 Maßnahmen umgesetzt

Regionale und bereichsspezifische Gesundheitsteams der Lebenshilfe erarbeiteten auf Basis von Mitarbeiterwünschen mögliche Verbesserungsmaßnahmen. 63 von 78 Maßnahmen wurden bisher umgesetzt, wobei der Fokus auf einem organisatorisch-strategischen Gesundheitsmanagement lag. Konkret wurden etwa Fortbildungen im Bereich „Gesundes Führen“ und „Teamsitzungen“ für Führungskräfte durchgeführt, Supervisionen und Coachings ausgebaut sowie Dialogräume mit der Geschäftsführung eröffnet. Neue Meetingstrukturen und Funktionsbeschreibungen unterstützen interne Informationsweitergabe und klare Zuständigkeiten.
In den Bereich der klassischen Gesundheitsförderung fallen u.a. Rückenfitbus & Rückenfit-Gesundheitsworkshops an 23 Standorten, eine Optimierung der Nachtdiensträume, „Burn in statt Burn-out“-Fortbildungen, Bogenschießen, Yogakurse oder Wellness-Angebote.

Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen 2015 und 2018

Vergleicht man die beiden Befragungen, so stieg der hohe Wert an Arbeitszufriedenheit zwischen 2015 und 2018 noch weiter an. Auch die Unternehmenskultur wird wesentlich positiver bewertet. Auffallend ist, dass der persönliche Gesundheitszustand außerordentlich hoch eingeschätzt wird. 5 % stufen ihn mit dem Höchstwert ein. 78 % bewerten ihn mit sehr gut oder gut. Diese Werte sind verglichen mit dem österreichweiten Durchschnitt überdurchschnittlich gut.

Aber: Auch wenn ihre Arbeit sinnstiftend und wertvoll erlebt wird, werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die geistige Belastung bzw. die allgemeine emotionale Belastung immer wieder angeführt. „Wir werden deshalb auch in Zukunft mit großem Augenmerk darauf achten, was unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen, um vital und gesund zu bleiben“, so Projektleiterin Barbara Schiestl.

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Bezirksblätter Tirol aus Innsbruck

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