PSYCHOPHILOSOPHISCHE SERIE. SIEBEN SÜNDEN IN EINER SACHE
7 Sünden V: Luxuria. Die Lust als Laster

Lasterlust zur Sünde, thy name is luxuria. Wer hat noch soviel römisch-katholisches Latein, sich in das Thema Lust hineinködern zu lassen? Schopenhauers Dictum, "Wer nicht Latein spricht, gehört zum Volke.", et sic, siehe da, die Wohlbestallten, die Jungen wie die Alten schicken ihre Sprösslinge wieder an Schulen, wo die alte Kunst der Völkerverständigung zu historisch entwickeltem Landes-Bewusstsein gelehrt wird und den soziologisch gewünschten Abstand schafft.

Ahoi, ab jetzt wird es sinnfrei lustbar, weil einfach einmal nur lustig.

Bei einem italienischen Belletristik-Parodisten zu U. Eco der 80er will ein Chevalliere, ein Machtfürst des hohen Mittelalters heiraten und zwar nicht standesbewußt, sondern aus echter & wahrer Liebe...

ich konstruiere aus meinem durch geistige Getränke & den Umgang mit ledigen Frauenzimmern zerrütteten psychischen Fundus meiner Studententage, es handelt sich hier also um eine dichterische Nacherzählung eines bleibenden Eindruckes verschollener WG-GenossINNEN-Lektüre. Die TrägerINNEN der Buchempfehlung waren wahrhaft junge Damen der bürgerlichen Gesellschaft, sodaß das Gendern hier schon de facto historico Sinn macht.

Il Conte schickt also nach dem Prälaten seiner Untertanen, damit der seine Hochzeit ausrichten möge. Der eilt hurtig herbei und steht vor einem Problem. Wie sag ich es meinem fürstlichen Gotteskinde, auf dass uns der Herr die Lösung finde? Der Fürst begehrt nämlich eine junge, ihm stattliche...Eselin. Der Machtfülle des alten Monarchentums leichtfertig zu widersprechen, kann Kopf + Kragen kosten. Entschlossen fast sich der Priester ein Herz und referiert zunächst gelehrt aus den mittelalterlichen Sammlungen als Vorläufer zu unserem heutigen CIC -Codex Iuris Canonici - und kommt dann sogleich auf den Punkt, dass man sofort & unbedingt & jedenfalls eine verbindliche Rechtsauskunft beim heilgen Vater selbst - beim Vatikan ergo! - bewirken werde. Der Fürst ganz vor den Kopf getroffen: "Quid? Bitte? Was! Wozu denn das?!" Er ist ja schließlich mit einem Worte unserer Tage der BOSS-HOSS seiner ihm untergebenen Nutztiere vor dem Herrn! Der Prälat konsequent in stoischer Milde & Gefasstheit: "matrimonium inter asinam et hominem non potest." Aufgerissene Fürsten-Augen: "non potest?!?" Hochwürden ganz fest:" non potest, peccatum est!" Zusammengefasst, eine Heirat zwischen einer Eselin & einem Menschen komme nach katholischem Ritus nicht in Frage, dies sei Sünde. Kann denn Liebe Sünde sein, so fiele es dem Fürsten ein, wäre er den guten Menschen zur Frage, ein Mann unserer Zeit, unserer Tage.

Wie oft wurde diese Gretchenfrage - Heinrich Faust!!! - in Schlagern & Chansons auch für das Volk abgehandelt? Dahinter lauert das Problem, das ich mit dem überkonfessionellen Professionisten DDr. Kurt Dornauer, seiner Weihe nach Psychotherapeut, Jurist & Soziologe zum Verständnis für ein breiteres Publikum in Form einer interrogativen Kurz-Disputatio kürzlich wie folgt abgehandelt erleben durfte.

Herr Doktor Dornauer, was ist Sünde?

Dornauer ohne Pause aus dem Stand: " Das ist relativ schnell gesagt, das ist das was den Regeln, also den normativen Satzungen der katholischen Kirche widerspricht und als Sünde definiert wird.

Was ist Lust psychologistisch gesehen?

Dornauer ganz klassisch: " Für Siegmund Freud war die Lust der Antrieb für die ganze Gesellschaft, ist Sexualität ja nicht auf das Austauschen sexueller Handlungen beschränkt.

Ich hechle dem begeisterten Beifall entgegen, und verweise auf unseren Godfather der sexuellen Enthaltsamkeit Thomas Bernhard und eines dessen Lieblingswörter nämlich NATURGEMÄß, das dieser nicht gerade sparsam im Interview wie auch im Text gebraucht hat, dafür immer an passender Stelle. Wenn es eben darum ging, was thematisch der Natur gemäß sei.

Herr Doktor Dornauer, warum sind heute so viele so over-sexed durch PorNo & Co?

Dornauer: "Das ist das Ergebnis des aufgeklärten protestantischen Amerika."

Dem stimme ich zu, weil das Selbstbewußtsein christlicher Puritaner dahin wohl prädestiniert scheint, und freue mich, dass ich fernab entsündeter Hedonisten & Konsumisten der Schattenwelt des alten Gottes angehören darf, weil im dunklen ist es fein munkeln. Ausserdem - so ich, Heinrich stellvertretend für die WüteRRRichs - werde Sex ohne katholisches Tabu westwärts saft & kraft-neutralsiert. Durchaus im Sinne christlicher Pazifisten als der Schweizer Garde Anti-Christen...so lächelt der Schelm unterm Piraten-Helm und führt Madonnas 80er Nonnen-Outfits als verlässlichste Volksschul-Lehrmittel ad demonstrandum, zum Beweise demnach; 

Wir einigen uns dann noch auf die nicht nur von Freud erkannte negative Quelle des Sexus für Gewalt, Mord & Totschlag, wegen der ihm innewohnenden Keimherde zur Rivalität unter den Menschen als Männern, Dornauers kulturelles Beispiel Bruce Springsteen "tougher than the rest" ist mir als rockend wie rollender Frohnatur der Hochkultur aber dann doch zuviel des Menschlichen unter den Allzumenschlichen  und ich schliesse daher hier im Geiste Freuds "ALLE KULTUR ENTWÄCHST DEM TRIEBVERZICHT", ich schliesse mit DEM Rabauken aus der Zeit der hohen Minne, dem Vaganten & Frankreichs  landesweiten Teilzeit-Ministranten.....

Francois Villon: "Nun ist es besser, das man(n) unbeweibt wie eine Nuss den Fluss hinuntertreibt...die Weiber haben alle einen Dreh! Und wer anderer Meinung ist...., der wird ersäuft, dort wo der Fluss am tiefsten ist."

Tja, die Narbe quer durch sein Gesicht verdankte er IHR! Und hatte Glück, dass er das Augenlicht nicht verlor!! Dem Rivalen biss er fluggs die Nase ab, doch SIE, die hinterlistige Marie, stand hinterm Tor und lachte sich kapput. Was war der Grund? Er war doch ach so wild nach ihrem Erdbeermund!"

Der Osterfriede des heiligen Vaters 2019 sei alle Zeit mit Euch!

Die Villon Zitate sind aus den vielbekannten Tonträgern von Klaus Kinski in eine Gedankenlinie verdichtet. Noch immer ein Einstiegstipp in die Literatur als gemeinsames Erbe aller friedlichen Erdenbürger, wie auch sonst verfemter Piraten in kommunitärer Verbundenheit zum beispielsweise gemeinsamen www.tirolerfürtiroler.at

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