Merkel will „Diskussion in Richtung einer Gewissensentscheidung“ beim Thema "Ehe für alle"

Gewissenserforschung durch das Gebet
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Nachdem sich in Deutschland durch die SPD die Thematik der "Ehe für alle" zum Wahlkampfthema mutiert hatte, meinte daraufhin die Kanzlerin Angela Merkel, dass die Diskussion "eher in Richtung einer Gewissensentscheidung“ und um mehr Respekt und Achtung gehen sollte. Der Respekt und die Achtung sollten nicht nur einseitig eingefordert werden, sondern genauso jene erreichen, die durch ihre religiösen Ansichten eine gegenteilige Meinung zum Thema "Ehe für alle" besitzen.

Warum ist die Gewissenfreiheit in dieser und anderen Angelegenheiten so wichtig?

Unsere Gesellschaft hat sich, vor allem im letzten Jahrhundert, stark dafür eingesetzt, die Freiheiten innerhalb eines Staates, einer Kommune oder die persönlichen Freiheiten zu fördern. Ein Resultat daraus ist die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Laut Artikel 2 hat jeder Anspruch auf die in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand. Laut Artikel 18 hat jeder das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Wenn nun eine religiöse Gruppe und ihre Gläubigen sich dazu bekennen und sich auf ihr Gewissen berufen, dass laut ihren Lehren und Statuten eine Ehe nur zwischen Mann und Frau als solche anerkannt wird, dann ist dies genauso zu respektieren, als wenn eine andere Gruppe die gleichgeschlechtliche Verbindung in irgendeiner Form legitimiert. Daraus kann weder Homophobie noch Diskriminierung abgeleitet werden, da ja der Andersdenkende durch die eigene Gewissensentscheidung weder Angegriffen noch in seiner persönlichen Meinung geschmälert wird. Es darf, um den Menschenrechten gerecht zu werden, weder der Eine noch der Andere seine Meinung dem jeweils anderen aufzwingen wollen, noch ihn seiner Meinung wegen lächerlich machen oder gar verachten und verurteilen.

Nach den Lehren der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) ist das Licht Christi oder das Gewissen jedem Menschen von Geburt an gegeben. Es soll, so er es nützt, in Entscheidungsfragen unterstützend wirken. Diese Freiheit, sich nach dem Gewissen zu entscheiden, zu nehmen oder zu diskreditieren wäre der Anfang der Demontage der Allgemeinen Menschenrechte.

Zur Ehe und Familie hat die Kirche Jesu Christi HLT schon seit 1995 eine Proklamation verfasst, die dieses wichtige Thema behandelt. Sie steht als eine der vielen Meinungen in der Gesellschaft als Symbol für Gewissensfreiheit.

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