Das Corona-Decameron der Inn-Piraten in Mission Tiroler für Tiroler
Themenkreis des neunten Tages: Geschichten von der Schönheit im Kleinen. Small is beautiful!

CINQUE TERRE - DIE FÜNF ERDEN ITALIENS

Fast jeder in Tirol kennt die Cinque Terre hier in Tirol & auch wir sind dort einmal hingebiked, SIE, die Evi, auf ihrer Kawasaki Z 750 e io on Yamaha XJ 900, also echten Erwachsenen-Bikes, aber wir waren damals noch jung, wie das erweiterte Europa. Herrlich, wenn man durch die Frische von norditalienischen Wäldern fährt & plötzlich hat man die Weite des Meeres in der Nase.

Das selbe Erlebnis hatten wir auf einem Solotrip auf  Einladung der Geistheilerin & hochwirksamen Mentalistin Bernadette H. p. A. Häntschel-Vital in Kitzbühel, eingeladen also ins Kroatische Pula, wo man heute noch mit Kuna zahlt. Fisch & Bär haben wir seither zu unseren Glücksmünzen erhoben, wiewohl das wirklich sehr kleines Geld ist...klein aber fein im Aussagegehalt & das ist heute unser Thema. Anders formuliert: "Wieviele souveräne Kontinente braucht Europa?"

Im Gran Theatro del Mundo des Spaniers CALDERON DE LA BARCA wird im eurozentrischen Bewußtseins des ausgehenden Mittelalters eine Bühnen-Welt als zwei vielleicht antithetische Kugeln auf zwei Festkarren auf dem großen Marktplatz einer Stadt gezogen, die sich dann mechanisch den staunenden Zusehern des Stückes über die Allegorien des Leben in der Endzeit vor dem jüngsten Tage auf also vier Halbschalen öffnet, welche die Kontinente unserer schönen Weltkugel symbolisierten.

Vier deshalb, weil der fünfte Kontinent zur damaligen Zeit noch nicht ins Bewußtsein der hiesigen Menschheit gedrungen war, wie man dem Anhang zur netten & supie-preiswerten Reclam-Ausgabe mit den Abbildungen der Karren entnehmen kann. Reclam 1988, 2012, Seiten 179ff

Heute führen wir ja sieben geopolitische Kontinente, was uns sehr behagt, weil die Zahl Sieben eine kosmische Leitzahl in unserem kabbalistischen Leitsystem zu sein scheint.

Wir haben da in unserem Konzept einer Hard-Rockigen Multi-Media Picture Show ein UFO aus dem Karren gemacht, besser der international sehr präsente Innsbrucker Künstler THOMAS FEUERSTEIN, den wir aus unserer studentischen Jugend ganz gut kennen, der hatte die Idee mit dem unknown flying object vor über zehn Jahren, was uns noch lebhaft in Erinnerung ist, weil wir zum Zeitpunkt der Konzept-Schöpfung unseres GRAN THEATRO DEL MUNDO gerade an der Autobahn-Agip in MATREI AM BRENNER als Tankwart meist Richtung Italien tätig waren & dort die Transit-Flut durch Tirol in einer durchaus längeren persönlichen empirischen Studie eigener Beobachtungen samt sinnlicher Wahrnehmung der Transitplage in uns aufnahmen.

Wir durften mit Erlaubnis der Geschäftsführung in der vorgesehnen Pause am dortigen Computer das Konzept formulieren, was sehr hilfreich war, weil wir zur damaligen Lage als relativ frisch ruiniert von den technischen Ressourcen nach unserem Büroverlust ganz schön under-equiped waren.

Nirgends grüssen die Kinder auf ihrem Schulweg frühmorgens so lieb & artig GRIASDI wie in dieser mythisch bewaldeten Heimat unseres schönen Gastlandes Tirol.

Wir Innviertler gelten weltweit als gmiadliche Leit, aber wir können auch anders, wie unser einstiges Image der Rauflust & der böse Adolf beweisen.

Einer unserer Fans & der erste unterzeichnete Gönner und Förderer unseres gemeinnützlichen Vereins TIROLER FÜR TIROLER, Herr Alois Gschwandtner, welcher im Einkaufszentrum WEST als selbstständiger Trafikant wirkt, der wußte zur unserer Geburtsheimat INNVIERTEL nämlich zu berichten, dass sein Großvater aus dem Mühlviertel stammte & sich gerne im Wirtshaus im Faustkampf mit den jeweiligen Lokalbesuchern mass. Irgendwann flüchten schon alle bei seiner nahenden Erscheinung & er fand somit keinen einzigen Gegner mehr. Er wich dann an Feier- wie auch an Sonntagen ins benachbarte Innviertel aus, weil ihm zu Ohren gekommen war, dort lebte ein zwar gemütsvolles aber durchaus konfliktlustiges Völkchen & schon war die Sache gegessen. Man muß die Leute von damals verstehen, schließlich gabs kein Fernsehen mit Bud Spencer, Don Camillo e Peppone & Co.

Man sieht an diesem Text, Geschichten ziehen Geschichten, im Kleinen wie im Großen. Bis jetzt hält sich der Zustrom an ErzählerINNEN zu unseren Themenkreisen noch in Grenzen, was wir aber auch damit erklären könnten, dass wir ja aufgrund des Ausnahmezustandes nicht zusammenkommen dürfen.

Wer jetzt meint, es gäbe ja das Internet, Skype & viele Kommunikationsfelder mehr in unserer schöner neuen Welt, dem halten wir entgegen, dass das nie die persönliche Begegnung mit baci e abbracci, with kisses & hugs, die Busserl & Umarmungen der FreundINNEN ersetzen kann, vor allem wenn man an die psychohygienische Funktion des Liebesspiels denkt.

Da hatten unsere Vorfahren zur Zeit der großen Pest in Italien den Vorteil, dass sie sich, wie das Decameron des Boccaccio lehrt, ex moto proprio in die Villa am Lande fern dem alten Stadtrande flüchten konnten & sich diese jungen Leute damals aus eigener Entscheidung & Willenskraft in Quarantäne begeben hatten & so die Gelegenheit fanden, sich diese WAHREN GESCHICHTEN im Kleinen als Abbilde des großen Gesamtzusammenhanges erzählen konnten.

Wir fungierten in unserern heutigen Modern Times als bescheidener Linienzeichner des jeweiligen Tages, weil man muss schließlich irgendwo anfangen, wenn man die große Heilung EX CAPTIVITATE, wenn man das Heil aus der Gefangenschaft vor dem Schilde führt, nicht wahr?

Dazu am morgigen letzten Tag unseres piratigen Corona-Decamerons de statu Tiroler pro Tirolensis, dazu morgen mehr...

Am heutigen Dienstag den 7. April 2020 steht als Headline der heutigen Ausgabe, welche mir unsere freundliche Nachbarin jeden Tag dankenswerterweise nach ihrer eigenen Lektüre vor die Türe legt, da prangt über der Front-Page folgende Deadline als Headline der Tiroler Tageszeitung:

TIROL BENDET DIE VOLLQUARANTÄNE

Das macht uns wirklich sehr stolz, weil Tirol isch lei oans...

Tja, aber die Kleinen sollte man nie unterschätzen, ahoi!

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