1 Jahr Tempo 100 auf der Inntal- und Brennerautobahn - Eine Bilanz

Seit 20. November 2014 gilt auf Teilen der Inntalautobahn A12 (Kufstein bis Zirl bzw Imst bis Zams) sowie auf einem kleineren Abschnitt der Brennerautobahn A13 (Natters bis Schönberg iSt) gemäß IG-Luft eine permanente Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h.

Radarüberwachung mit verschiedenen Methoden

Die Landesverkehrsabteilung der Tiroler Polizei und die Autobahnpolizeiinspektionen haben die „rund um die Uhr“ geltenden 100 km/h-Beschränkungen sowohl durch stationäre Radaranlagen („Radarboxen“) als auch unter Einsatz von Lasermessgeräten, mobilen Radargeräten und Zivilstreifen überwacht. Der Einsatz von Blaulichtstreifen mit Laser und von Zivilsteifen mit Video verfolgt den Zweck, Verkehrsteilnehmer, die zu schnell unterwegs sind, sofort anzuhalten und mit der Übertretung zu konfrontieren. Diese Vorgangsweise bewährt sich vor allem bei Übertretungen, die von Lenkern aus dem Ausland gesetzt werden.

Überwacht wurde sowohl die Geschwindigkeit der Pkw (100 km/h) als auch die der Lkw (80 km/h bei Tag bzw. 60 km/h zwischen 22.00 und 05.00 Uhr).

Die meisten Autofahrer halten sich an Tempo 100

Die weit überwiegende Mehrheit der Autofahrer hält sich an die 100 km/h. Der Großteil der Überschreitungen lag in einem Bereich bis zu 20 km/h. Die schnellsten PKWs fuhren zwischen 160 und 190 km/h.

Nach wie vor sind sehr viele Autofahrer über weite Strecken konsequent mit 100 km/h auf der Überholspur unterwegs und wechseln ungeachtet des Rechtsfahrgebotes und ungeachtet vorhandenen Platzes nicht auf die Normalspur zurück. Die Polizei weist deshalb nochmals darauf hin, nach dem Überholen bei ausreichenden Zwischenräumen oder überhaupt freien Strecken möglichst rasch wieder nach rechts auf die Normalspur zu wechseln.

Der Vorwurf, dass LKW untertags vermeintlich zu schnell unterwegs wären, konnte nicht bestätigt werden. Geschwindigkeitsüberschreitungen kämen lediglich in den Nachtstunden vor.

Zahl der ausländischen Kennzeichen bei Geschwindigkeitsübertretungen

Bei den Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen machen Kennzeichen aus Deutschland den größten Anteil aus (rund 40%), gefolgt von Fahrzeugen aus Italien (29%), Tschechien (6%), Polen (5%), der Schweiz (5%), den Niederlanden (4%) und weiteren Nationalitäten.

Unfallentwicklung

Stellt man die (vorläufigen) Unfallzahlen des gesamten Autobahnbereiches von Dezember 2013 bis November 2014 mit jenen von Dezember 2014 bis November 2015 (1-Jahres-Vergleich) gegenüber, so ergibt sich bei der Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden ein Rückgang von 154 auf 137 und bei der Zahl der dabei Verletzten von 249 auf 218. Bei den Sachschadenunfällen ergab sich ein Rückgang von 1.078 auf 990.

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