Alte ÖBB-Wohnungen
2019 sollte es stehen, jetzt wird erstmal abgerissen

Diese alte Fassade der ehemaligen ÖBB-Wohnungen ist bald Geschichte: Die ZIMA plant ein großes Stadtteilquartier mit 185 Wohnungen an dieser Stelle.
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  • Diese alte Fassade der ehemaligen ÖBB-Wohnungen ist bald Geschichte: Die ZIMA plant ein großes Stadtteilquartier mit 185 Wohnungen an dieser Stelle.
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Schon seit Jahren steht der Wohnblock am Südring leer. Nun wird er abgerissen.

INNSBRUCK. Einst heißbegehrte ÖBB-Wohnungen, heute leerstehendes Privatobjekt. Zwischen Andreas-Hofer-Straße und Sonnenburgstraße fahren die Bagger auf. Eines der Gebäude ist jetzt schon abgerissen, die weiteren sollen in den nächsten Wochen folgen, um die alten Fassaden dem Erdboden gleichzumachen. Ursprünglich plante die ZIMA – die das Gebäude 2010 von den ÖBB gekauft hatte –, ein modernes Stadtteilquartier mit 185 Wohnungen zu bauen.

Arbeitsübereinkommen

Der Kauf passierte vor dem, dass die Stadt 2012 in ihrem Arbeitsübereinkommen festhielt, dass Umwidmungen in Bebauungsplänen nur noch nach dem 50-30-20-Prinzip geschehen sollen: 50 Prozent gemeinnützige Wohnungen, die die Stadt vergeben kann, 30 Prozent förderungsnahe Eigentumswohnungen und 20 Prozent Wohnungen des freien Marktes. Mit einer solchen Aufteilung will die Stadt seither private Bauträger dazu bringen, auch für die Allgemeinheit etwas zu tun. Nun geht man wieder an den Start zurück, denn einen Beschluss gibt es seitens der Stadt für das Projekt noch nicht. Wie die Marketingabteilung der ZIMA informiert, sei man noch in der Ausarbeitung des Projektes – alles Weitere könne man noch nicht sagen. Man hoffe, dass im November der neue Plan vorgestellt werden kann.

ISH im Gespräch

Aus dem Büro des Bürgermeisters, der für Stadtplanung verantwortlich ist, kommt eine ähnliche Information: Man sei in Gesprächen, ein Ergebnis aber noch gar nicht in Sicht. Einen Baustopp – also einen Stopp der Bagger – kann die Stadt nicht veranlassen, da das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht. Keiner der neuen Pläne sehe vor, die altbürgerliche Fassade zu erhalten. Ein Kompromiss soll her, schließlich wusste die ZIMA zum Zeitpunkt ihres Kaufes nicht, dass sich die Rahmenbedingungen für den Bau so eklatant ändern werden. Im Gespräch ist der Standort – deren Innenhof zumindest für die Allgemeinheit durchgängig sein soll – als Ersatz für das Internationale Studentenheim, das seit kurzem zur Gänze im Besitz der Stadt Innsbruck ist und zu städtischen Wohnungen umgebaut werden soll.

Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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