Sicherheit
3 Punkteprogramm für die Sicherheit in der Sillschlucht

Gefahrenpotential Sillschluchtpartys: 3-Punkte-Programm soll Sicherheit bringen.
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  • Foto: zeitungsfoto.at
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Was tun gegen die Sillschluchtpartys und vor allem, wie kann die Sicherheit gewährleistet werden? Nach Unfällen in der Sillschlucht in den späten Abend- und frühen Morgenstunden hat ein "Runder Tisch" Antworten gesucht. Kritik gibt es an den Überwachungskosten.

3 Punkte-Programm

In der fast zweistündigen Sitzung, an der die MÜG, ÖBB, Bergwacht, das städtische Referat „Wald und Natur“, Stadtpolizei, Bergrettung und die BBT Projektgesellschaft teilnahmen, wurden drei konkrete Maßnahmen kooperativ beschlossen, berichtet der für die Sicherheit in Innsbruck zuständige Vizebgm. Johannes Anzengruber gegenüber der Stadtblatt-Redaktion.


„Erstens werden die Abzweigungen von den offiziellen Wanderwegen mit Warntafeln mit den Hinweisen ‚Achtung Lebensgefahr‘, ‚Gleiskörper betreten verboten‘, ‚Achtung Absturzgefahr‘ ausgeschildert."

"Weiters wird ab sofort das Gebiet mit gemischten Teams von MÜG, Polizei und Bergwacht bestreift. Diese Streifen haben die Aufgabe, die Leute vor Ort anzusprechen und dabei eine Sensibilisierung für die Naturgefahren herbeizuführen."

"Und drittens wird die Feuerwehr die Gefahrenstelle, wo die Leute sich mehrfach verletzt haben, mit Blitzlichtern und Absperrungen absichern,“ informiert Anzengruber über die Maßnahmen.

Kein Verbot

„Klar ist, jeder soll den Naturraum nützen können, wir wollen niemanden verbieten sich in der Natur aufzuhalten, aber gleichzeitig müssen wir alles Menschenmögliche tun, um schwere oder tödliche Unfälle zu vermeiden“, erklärt Anzengruber.

Verletztenbergung

Bei der Besprechung hat die Bergrettung gebeten, dass die ÖBB für die Verletztenbergung eine S-Bahn-Garnitur zur Verfügung stellt, damit die verunfallte Person im Innenraum versorgt werden kann. Der Vertreter der ÖBB hat dies zugesagt. „Ich möchte mich für das rasche Zustandekommen des runden Tisches und für die sehr kooperative Zusammenarbeit bei den eingeladenen Organisationen bedanken“, so Anzengruber abschließend.

Überwachungskosten

Kein Dauerzustand darf für den Innsbrucker FPÖ-Stadtparteiobmann und Stadtrat Rudi Federspiel die Überwachung der Sillschlucht durch Exekutivorgane sein: „Wie kommt die Mehrheit der Bevölkerung dazu für sowas zu zahlen“, stellt Federspiel fest. Er verweist darauf, dass die Nachtgastronomie bald öffnet. „Dann muss auch mit diesen Kontrollen Schluss sein“, so Federspiel, der vor allem von den Grünen einfordert, „dass ihre Wählerinnen und Wähler in den Studentenkreisen sich an die Regeln halten, und das Allgemeinwohl vor den Eigenwohl stellen, denn die Sillschlucht ist nun mal keine Partyörtlichkeit und wird es auch nie werden“, fasst Federspiel zusammen, der auch auf die enormen Kosten der bisherigen zwei Rettungseinsätze verweist.

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