Innsbruck
83 Coronavirus-Positive und Ausbau des Frühwarnsystems

Manuel Sorg  (Labor, IKB) und Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (r.) vor einem der drei neuen Probenehmer wie hier am Standort „Sillzwickel“.
  • Manuel Sorg (Labor, IKB) und Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (r.) vor einem der drei neuen Probenehmer wie hier am Standort „Sillzwickel“.
  • Foto: IKM
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Aktuell liegt die Zahl an positiv gestesteten Personen bei 83 in der Tiroler Landeshauptstadt. 22 Personen können einem Flüchtlingsheim zugeordnet werden“, informiert Elmar Rizzoli vom CORONA-Einsatzstab des Landes Tirol. Die Stadt baut das Covid-19-Frühwarnsystema aus.

Contact-Tracing

Die behördlichen Abklärungen und die weitere Kontaktpersonenermittlung wurden und werden laufend durchgeführt. „Auch dieser Fall zeigt uns, wie wichtig eine rasche Kontaktpersonenermittlung ist. Durch das schnelle Einschreiten und die gesundheitsbehördlichen Abklärungen sowie Testungen sind wir zeitnah auf den Infektionsherd im Flüchtlingsheim gestoßen. Alle Erkrankten sowie deren Kontaktpersonen wurden bereits abgesondert, das Heim wurde gänzlich isoliert, sodass eine Weiterverbreitung des Virus bestmöglich unterbunden werden kann“, so Rizzoli. Eine Versorgung der betroffenen Personen im unter Quarantäne gestellten Flüchtlingsheim ist jedenfalls gewährleistet.

Covid-19-Frühwarnsystem

Anhand von Abwasserproben aus Kläranlagen oder Kanälen besteht die Möglichkeit, einen Anstieg an Coronavirus-Infektionen frühzeitig zu erkennen. Ein permanentes Monitoring des Abwassers gibt Auskunft über den Grad der Viruslast, ob diese gering oder erhöht ist. So wird die Stadt Innsbruck in fünf Sektoren eingeteilt. „Ziel ist es damit im städtischen Ballungsraum noch schneller und strukturierter die ‚Cluster‘ einzudämmen und die Verbreitung des Covid-19-Virus frühzeitig zu unterbinden. Damit können Personalressourcen gezielter eingesetzt werden, was zu einer schnelleren Ergreifung von Maßnahmen zur Eindämmung des Virus führen kann“, begründet Vizebürgermeister Johannes Anzengruber, die Initiative, die die Stadt Innsbruck in mehrere Monitoring-Bereiche einteilt.

Messstationen

Damit Wasserproben zur Verfügung stehen, werden diese zukünftig an fünf Messstationen mittels automatischer Probenehmer fortlaufend als Tagesmischproben entnommen. Neben einer bereits installierten Anlage im Zulauf der Kläranlage Rossau, gehen ab Montag, 17. August 2020, drei neue Standorte (O-Dorf, Sillzwickel, Sieglanger) in Betrieb. Ein fünfter Standort in der Innstraße ist in Planung. Zusätzlich steht auch eine mobile Anlage für Messungen bereit. Diese kann punktuell eingesetzt werden.

Vorzeitige Erkennung

Die Proben werden täglich eingesammelt und dem Institut für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Innsbruck übermittelt. Dieses führt die Tests durch und kann bereits am nächsten Tag die Ergebnisse liefern. Diese Methode hat somit den wesentlichen Vorteil, dass das Virus im Abwasser bereits einige Tage früher erkennbar ist, noch bevor positive Testergebnisse von Einzelpersonen vorliegen. Je nach Konzentration des Virus im Wasser lässt sich zudem feststellen, ob nur vereinzelt Menschen infiziert sind oder bereits sehr viele. „Die Untersuchung von Abwasserproben bietet eine Möglichkeit, einen umfassenden Überblick über die Ausbreitung des Coronavirus zu erhalten. Bei überhöhten Werten kann man punktuell in den Stadtteilen reagieren bzw. das betroffene Gebiet über das Kanalnetz auch noch näher eingrenzen“, so Vizebürgermeister Anzengruber abschließend.

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