Haus der Musik
895.338,63 Euro an Betriebskosten gespart

Haus der Musik: Einsparungen bei den Betriebskosten
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  • Foto: Stadtblatt
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Die Betriebskosten wurden in Anlehnung an die von der Firma Actori (beauftragt vom Landestheater) angegebenen Kennwerte angepasst, diese wurden aber wesentlich unterschritten. „Im Detail lagen die Kosten im Jahr 2018 bei rund 298.500 Euro und somit rund 56 Prozent unter der Kalkulation“, berichtet IIG-Geschäftsführer Franz Danler. Bei der Betriebskostenabrechnung 2019 lagen die Kosten bei rund 824.000 Euro und damit rund 40 Prozent unter dem kalkulierten Wert. Dies ergibt für das Jahr 2018 eine Gutschrift von 424.287,17 Euro, für das Jahr 2019 von 471.051,46 Euro, also insgesamt 895.338,63 Euro.

Kulturzentrum

Das Haus der Musik Innsbruck (HDMI) hat sich seit seiner Eröffnung im Oktober 2018 als Fixpunkt im Innsbrucker Kulturleben etabliert. Mehr als zehn Vereinen, kulturellen Institutionen und musikpädagogischen Einrichtungen steht das Haus für Forschungszwecke, Unterricht, Proben und Aufführungen sowie als Arbeitsplatz für 150 Menschen zur Verfügung. Im ersten Jahr seines Bestehens zählte das Haus 231 Veranstaltungen und 255 Proben sowie eine Auslastung der Säle von 87 Prozent.

Abrechnung

Die Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) legt zur Aufsichtsratssitzung am 7. Oktober 2020 einen Bericht zu den Betriebs- und Heizkosten der Jahre 2018 und 2019 vor. Demnach haben sich die Betriebskosten im Haus der Musik moderater entwickelt als sie im Rahmen des Bewirtschaftungskonzeptes kalkuliert wurden. „Das Haus der Musik ist zu einem städtebaulichen Wahrzeichen im neuen Innsbrucker Kulturquartier geworden. Es zeigt sich, dass sich die zusätzlichen Investitionen gerechnet haben, die bereits in der Errichtungsphase getätigt wurden“, hält Bürgermeister Georg Willi fest: „Es hat sich auch gelohnt, bei diesem Großprojekt der IIG auf besondere Qualität und eine optimierte Anbindung an das Tiroler Landestheater zu setzen. Damit ist das Haus der Musik in diesen zwei Jahren nicht nur zu einer modernen, offenen Begegnungsstätte geworden, sondern setzt auch neue Maßstäbe betreffend die Energieeffizienz und die Nutzung von Synergien im Kulturbereich.“

Niedriger Energieverbrauch

„Unser Ziel war, durch nachhaltige Investitionen dauerhaft niedrige Betriebskosten über die Lebenszeit des Gebäudes zu erreichen“, betont Danler: „Dies haben wir bisher erreicht und optimieren sie laufend weiter. Beispielsweise stellen wir fest, dass die Kühllast deutlich höher ist als der Heizenergiebedarf. Daher haben wir besonderen Wert auf einen nachhaltige Energieversorgung mittels Grundwassernutzung gelegt und können durch Grundwasserwärmepumpen auf fossile Energieträger verzichten. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der IKB AG nach dem ‚Free-Cooling‘-Prinzip. Aktuell arbeiten wir an einer Zertifizierung des Hauses der Musik nach Passivhaus-Standard.“

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