Aber das "Haus der Musik" wird deutlich teurer

Bgm. Christine Oppitz-Plörer und IIG-Chef Franz Danler

"Es ist mir ein großes Anliegen, transparent und nachvollziehbar den Nachweis zu erbringen, dass gewissenhaft mit öffentlichen Geldern umgegangen wird", stellte Bgm. Christine Oppitz-Plörer vergangenen Freitag klar. Gemeinsam mit IVB-Chef Martin Baltes (seines Zeichens auch Geschäftsführer der Patscherkofelbahn) und IIG-Chef Franz Danler zog sie Bilanz über einige wichtige Großprojekte der vergangenen Jahre.

50 Millionen gespart

Ein Projekt, bei dem der Kostenrahmen deutlich unterschritten wurde, ist etwa die Straßen- und Regionalbahn. IVB-Geschäftsführer Martin Baltes erklärt: "Durch eine gute Planung und einen optimalen Einsatz der Ressourcen in der zehnjährigen Umsetzungsphase konnten die Kosten deutlich unter dem Voranschlag gehalten werden. Die tatsächlichen Projektkosten liegen aktuell mehr als 50 Millionen Euro unter den veranschlagten Kosten – allein für die Stadt Innsbruck", so Baltes.

Auch beim Kofel "im Plan"

Bei der Patscherkofelbahn laufen noch Bau- und Planungstätigkeiten, wie etwa für die Rodelbahn. "Dementsprechend haben wir derzeit noch keine Schlussrechnungen vorliegen. Am Ende soll es natürlich eine Punktlandung auf die beschlossenen rund 55 Millionen Euro werden, abschließend lässt sich das allerdings noch nicht sagen. Da stehen noch zu viele Vergabeverfahren und Abrechnungen an", erläutert Baltes. Bislang abgerechnet wurden 38,6 Millionen Euro.

Gute Bauabwicklung bei IIG

Ein Großteil des Bauvolumens der Stadt wird von der 100-prozentigen städtischen Tochter IIG (Innsbrucker Immobilien Gesellschaft) umgesetzt. Bei einem abgeschlossenen Bauvolumen von rund 130 Millionen Euro zwischen 2013 bis 2017 wurden 181 Bauprojekte umgesetzt. "Wir haben diese Projekte im Detail überprüft. Dabei ergab sich eine Budgetunterschreitung von 2,1 Prozent über alle IIG-Projekte gerechnet. Das zeugt von gewissenhafter Planung und konsequenter Budgetverfolgung", erklärt Bgm. Christine Oppitz-Plörer. Allerdings komme es beim Großprojekt "Haus der Musik" (ebenfalls IIG) zu deutlichen Mehrkosten.

Mehrkosten wegen Konjunktur

"Allein 1,5 Millionen entfallen auf ein Tiefenwärme-System, das die Betriebskosten langfristig gravierend senken wird", betont Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. Dies und die gute Auftragslage in der Bauwirtschaft seien die Hauptgründe für die auflaufenden Mehrkosten beim Prestigeprojekt "Haus der Musik". Statt der veranschlagten 58 Millionen Euro wird der Bau voraussichtlich 62,7 Millionen Euro kosten. Diese Zahlen gab Oppitz-Plörer mit IIG-Chef Franz Danler am Freitag bekannt. Wie die Mehrkosten zwischen Bund, Land und Stadt aufgeteilt werden, sei "noch Verhandlungssache".

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