Amraser Hallenbad: Suche nach Pächter geht weiter

Gras wächst drüber: Vom feinen Strandsand ist in der kurzlebigen Strandbar nur mehr wenig übrig.
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  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

PRADL (acz). Es ist wie verhext: Auch der letzte Pächter der Gastronomie im Amraser Hallenbad hat das Handtuch geschmissen. Jetzt sind die Betreiber – Innsbrucker Kommunalbetriebe – erneut auf der Suche und dabei auch unter Zeitdruck: Die Sommersperre wird am 31. August zu Ende gehen. Spätestens dann werden sich die Badegäste fragen: Schon wieder kein Buffetbetrieb?

Wenig Laufkundschaft

Für den letzten Pächter, Nils Behrendt, ging alles ganz schnell und ganz klar in die falsche Richtung. Die Laufkundschaft blieb besonders am Vormittag aus und daher entschied er sich kurz nach der Eröffnung, die Reißleine zu ziehen. "Sehr schade", sagt dazu Ulrich Mayerhofer, der bei den IKB für die Bäder verantwortlich ist. Verwundernd fügt er hinzu: "Jeder Geschäftsmann weiß, man muss einige Monate durchhalten, um auf sich aufmerksam zu machen." Behrendt hätte ein gutes Konzept für das Bad mitgebracht, aber: "Das ist so, wie mit Mitarbeitern, die beim Vorstellungsgespräch einen sehr guten Eindruck machen, aber in der Praxis nicht mithalten können." Vor der Strandbar gab es hier die Supperia und davor die Plansch Bar. Letztere war nicht mit dem Schwimmbadkonzept vereinbar. Dieser Pächter hat nach einiger Zeit einfach keine Vertragsverlängerung mehr bekommen. "Das war ein türkisches Raucherlokal mit eher fetten Speisen, was mit dem Fitnessgedanken des Schwimmbades nicht gut zu vereinbaren war", erklärt Mayerhofer den Grund.

Persönliche Kontakte

Die letzte Pacht, die halbwegs funktionierte, war schon einige Jahre her. Im September 2007 eröffnete die Bar Capo Vino. Darin wurden Mittagsmenüs, guter Kaffee und Qualitätsweine angeboten. "Die zwei Pächterinnen haben zu ihren Gästen einen persönlichen Kontakt aufgebaut", erklärt Mayerhofer. Die zwei Betreiberinnen haben heute ein anderes Lokal in der Seilergasse (NANO). Für Mayerhofer ist klar, dass das Geschäft nur dann funktioniert, wenn der Chef oder die Chefin selbst vor Ort ist, es regelmäßige Öffnungszeiten gibt und Arbeitsstunden nicht auf Punkt und Beistrich gezählt werden. "Wir sind optimistisch, dass sich bald ein idealer Pächter findet", so Mayerhofer abschließend.

Gras wächst drüber: Vom feinen Strandsand ist in der kurzlebigen Strandbar nur mehr wenig übrig.

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