Baulücke: Eine seltene Augenweide

Ein Kommentar von Agnes Czingulszki

INNSBRUCK. Ein seltenes Ereignis ist sie in Innsbruck, und dazu von extremer Kurzlebigkeit: die Baulücke. Wer jetzt am Inn entlang radelt (südseitig), kann sie aber erspähen. Häuser, Fassaden, Häuser, Fassaden, Straßen, Häuser, Häuser und dann plötzlich das: nichts. Eine etwas verkümmerte Wiese, kieselig und löchrig, und trotzdem etwas ganz Besonderes. Warum das so besonders sein soll, ist nur für jene zu verstehen, die in Innsbrucks Innenstadt leben und denen jeder Baum, jede begrünte Straßeninsel und jede bewachsene Fassade von extremer Wichtigkeit ist. So sehr, dass sie als BürgerInnen – wenn diese plötzlich verschwinden – laut rebellieren. Die Baulücke ist das Grundstück des künftigen Unigebäudes am Innrain. Kurz kommt das Gefühl hoch, ein bisschen mehr atmen zu können und freier zu sein. Mit dem Bau dauert es aber nicht mehr allzu lange, 2022 soll das Gebäude schon stehen. Daher, wer sich das Spektakel "Nichts" mitten in der Stadt nicht entgehen lassen will, sollte an diesem Ort kurz innehalten und den Anblick genießen. Wer weiß, wann das nächste kommt!

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