Busfahrer fürchtet Rache

Gefährlicher Arbeitsplatz: Die Übergriffe auf Fahrgäste und Busfahrer am Hauptbahnhof häufen sich.
  • Gefährlicher Arbeitsplatz: Die Übergriffe auf Fahrgäste und Busfahrer am Hauptbahnhof häufen sich.
  • hochgeladen von Stephan Gstraunthaler

Weil er seine Fahrgäste verteidigen wollte, musste ein Busfahrer um seine Sicherheit bangen.

Für den Betriebsratsvorsitzenden der IVB, GR Helmut Buchacher (SPÖ), ist das Maß voll. "Schon wieder kam es in den vergangenen Tagen zu einem Übergriff von Nord-afrikanern aus der Drogenszene auf IVB-Kunden und einen Fahrer im Nightlinerbus", berichtet der Personalvertreter. Es sei nur der jüngste von etlichen ähnlichen Vorfällen. Opfer waren laut Buchacher diesmal ein alter Mann und ein junges Mädchen, die am Hauptbahnhof unschuldig von einem Nordafrikaner verbal und körperlich belästigt wurden. "Unser Busfahrer, der sich schützend vor seine Fahrgäste stellte und den Drogensüchtigen aus dem Bus verwies, musste sich selbst in Notwehr vor einem körperlichen Angriff schützen. Der Kollege musste zum eigenen Schutz vom Dienst abgezogen werden, weil ihm Kollegen mitgeteilt hatten, dass ihn eine Horde von Nordafrikanern am Hauptbahnhof erwarte. Mittlerweile ist er aus Sicherheitsgründen in den Urlaub gegangen und muss um seine körperliche Sicherheit fürchten", schildert Buchacher. Er führt weiter aus, dass es bereits "normal" sei, "dass diese asoziale Gruppe in den Nachtstunden unsere Fahrzeuge unentgeltlich benützt und dabei rauchend und trinkend unsere Kunden und FahrerInnen belästigt, ja terrorisiert".

Helmut Buchacher (SPÖ): "Ich fordere die politisch Verantwortlichen auf, angesichts dieser Zustände nicht ständig die Schultern zu zucken!"

Ruf nach Maßnahmen
Für Buchacher ist klar, dass hier Maßnahmen gefordert sind: "Konkret verlange ich, dass unserem Betrieb finanzielle Mittel zur Überwachung des Fahrbetriebs zur Verfügung gestellt werden, damit die Sicherheit unserer Kunden, meiner KollegInnen und der Fahrzeuge gewährleistet werden kann", so der Betriebsrat. Ein Ruf, der auch bei der Führung der IVB inzwischen deutlich angekommen ist – wie Geschäftsführer Martin Baltes betont. "Ja, wir haben im Bereich zwischen Hauptbahnhof und Sillpark inzwischen eine inakzeptable Situation. Generell gibt es keine Häufung von Übergriffen, aber in diesem Bereich müssen wir handeln", stellt der IVB-Chef klar. Welche konkreten Maßnahmen angedacht sind, möchte er aus taktischen Überlegungen nicht preisgeben. "Wir arbeiten hier aber sehr eng mit MÜG und Polizei zusammen", unterstreicht Baltes. Von einer massiven Gefährdung für das Personal wie in Wien – dort haben die Tramfahrer sogar für mehr Sicherheit gestreikt, nachdem mehrere Kollegen verletzt wurden – sei man aber noch weit entfernt. Analog zur Bundeshauptstadt dürfte jedoch auch in Innsbruck bald eigenes Sicherheitspersonal zum Einsatz kommen.

Martin Baltes (IVB):
"Wir werden entschieden gegen diese Missstände vorgehen – gemeinsam mit der Polizei."

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