Covid-19
Contact-Tracing, Vorbeugungsmaßnahme und Umfrage

Umfrage zum Mund-Nasen-Schutz in Öffis und Infos zum Contact-Tracing.
  • Umfrage zum Mund-Nasen-Schutz in Öffis und Infos zum Contact-Tracing.
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. 2.942 mal wurde das Covid-Kompetenzteam der Polizei in Anspruch genommen, davon 970 mal in Tirol. Contact-Tracing zählt zu den wichtigsten Maßnahme nach positiven Testergebnissen.

Erweiterer Personenkreis

Contact-Tracing spielt auch im aktuellen Covid-19 Fall in Innsbruck eine große Rolle. "Drei positiven Fällen in Innsbruck stehen in einem direkten Zusammenhang zur in Kufstein ansässigen Person , die Mitte dieser Woche erste Symptome verspürte. Die Gesundheitsbehörde starteten einen öffentlichen Aufruf, da sich die betroffene Person einen Tag zuvor im Keller des Innsbrucker Lokals Rififi aufgehalten hatte. Vorsichtshalber wird nun im Zusammenhang mit diesen Neuinfektionen ein erweiterter Personenkreis abgestrichen, um bestmöglich ausschließen zu können, dass weitere Erkrankungen vorliegen", teilt das Land Tirol in einer Aussendung mit. Bei einem weiteren Loklabesuch am Mittwoch durch die Person waren die Teilnehmer registriert.

Aufruf Riffifi

Auch das Riffifi unterstützt das Contact-Tracing aktiv: "Wir haben heute erfahren dass ein Gast, der an unserem English Music Quiz am Dienstag den 7.7.2020 teilgenommen hat, positiv auf COVID 19 getestet wurde. Der Gast hat sich hauptsächlich an seinem Tisch und am Ende des Abends kurz an der Bar aufgehalten, ganz den geltenden Sicherheitsmaßnahmen entsprechend. Unsere Barhilfe an diesem Abend wurde vorsichtshalber in Quarantäne geschickt. Unsere Bar ist seit Beginn der Pandemie konform der von der Gesundheitsbehörde beschlossenen Vorsichtsmaßnahmen eingerichtet und bleibt auch weiterhin geöffnet. Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei, aber wenn wir uns alle gemeinsam an ein paar einfache Vorkehrungen halten, so wie bisher auch, wird sie nicht außer Kontrolle geraten", schreibt das Lokal auf seiner Facebook-Seite.

Vorbeugemaßnahme

Das Freundschaftsspiel des SK Wilten gegen den SK Rum am Samstag wurde als Vorsichtsmaßnahme abgesagt. "Am Donnerstagabend wurde uns mitgeteilt, dass es im näheren Umfeld unserer Kampfmannschaft einen Covid19-Verdachtsfall gibt. Da die Testung der genannten Person erst am Freitag erfolgte und das Ergebnis nicht vor Samstag Abend zu erwarten war, sahen wir uns gezungen das Spiel abzusagen. Wir sind uns in Zeiten wie diesen unserer vollen Verantwortung im Umgang mit Corona bewusst und auf Basis des Wissens um diesen Verdachtsfall konnte nicht ausgeschlossen werden, dass auch unsere KM-Spieler betroffen sein könnten. Um nicht zu einer eventuellen Verbreitung beizutragen und das Virus womöglich auch in den SK Rum einzubringen, sowie aus Rücksicht und Vorsichtsmaßnahme gegenüber allen Innsbruckerinnen und Innsbruckern (Anreise mit Öffis usw.) war eine Absage alternativlos." teilt der SK Wilten mit.

Negatives Testergebnis

"An dieser Stelle kann mitgeteilt werden, dass die Testung der Person heute negativ war und somit das KM-Training unserer Mannschaft normal fortgesetzt wird. Dennoch möchten wir abermals darauf hinweisen, dass es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme aufgrund eines Corona Verdachtsfalls im Umfeld der KM handelte und zu keinem Zeitpunkt ein direkter Zusammenhang mit den Kampfmannschaftsspielern bestand. Wir bitte zukünft den genauen Wortlaut wiederzugeben oder nochmals bei den zuständigen Personen nachzufragen, bevor Unwahrheiten verbreitet werden und eventuell eine künstliche Panikmache erzeugt wird. Besonders in Zeiten wie diesen ist ein klarer Verstand und verantwortungsvolles Handel wichtiger denn je!" schließt der SK Wilten seine Erklärung. Sportlich starten die Wiltener am Samstag, 18. Juli mit dem Cup Vorrundenspiel im Sellraintal.

Contact-Tracing

In den Bundesländern unterstützen spezielle COVID-Kompetenzteams der Polizei die Gesundheitsbehörden beim "Contact Tracing", einem Angebot der Polizei für die Gesundheitsbehörden. Diese Unterstützung wurde bisher 2.942-mal in Anspruch genommen (Stand: 6. Juli 2020) davon 970 in Tirol. 

Ablauf

Eine Person infiziert sich und wird in weiterer Folge positiv auf das Corona-Virus getestet. Die Gesundheitsbehörde (Bezirkshauptmannschaften oder Magistrat) kontaktiert im Bedarfsfall die Polizei und informiert sie über die positive Testung. Die Befragung wird über Ersuchen der Gesundheitsbehörden von Spezialisten aus dem Bundeskriminalamt bzw. den Landeskriminalämtern durchgeführt. Die Polizei tritt an die erkrankte Person heran (hauptsächlich telefonisch, direkter Kontakt soll vermieden werden). Die Befragung der erkrankten Person erfolgt standardisiert und strukturiert mit einem Fragebogen der Gesundheitsbehörden. Die Fragen beziehen sich vor allem auf mögliche Kontaktpersonen bzw. Personen, die unter Umständen infiziert worden sind. Das Ergebnis wird an die Gesundheitsbehörde übermittelt. Die Polizei ist bei diesem Procedere in der Lage, schnell eine große Zahl von Risikopatienten zu kontaktieren. Dadurch kann rasch die Infektionsketten unterbrochen und Verdachtsfälle isoliert werden.

Gesetzliche Grundlage

Das Agieren der Polizei im Rahmen des "Contact Tracing" ist in den Änderungen des Epidemiegesetzes (1950) vorgesehen. Demnach darf die Polizei nur auf Ersuchen der Gesundheitsbehörde beim "Contact Tracing" als Unterstützung tätig werden, und auch nur, wenn es die Ressourcen der Exekutivbehörden zulassen. Dabei unterstützt die Polizei die Gesundheitsbehörden bei der Erhebung von Identitätsdaten, allfälligen Krankheitssymptomen und Kontaktdaten von Kranken, Krankheitsverdächtigen und Ansteckungsverdächtigen. Nach Übermittlung der Daten an die Gesundheitsbehörden sind diese unverzüglich zu löschen.

Stadtblatt-Umfrage MNS in Öffis

Der Mund-Nasen-Schutz in Öffentlichen Verkehrsmitteln bewegt weiterhin die Gemüter. IVB-Geschäftsführer Martin Baltes: „In letzter Zeit stellen auch wir eine zunehmende Sorglosigkeit fest. Wir können nur dringend an die Eigenverantwortung und Vernunft unserer Fahrgäste appellieren, den Mund-Nasen-Schutz in den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin zu tragen und haben deshalb eine kurzfristige Auffrischungskampagne auf unseren sozialen Medien gestartet. Auch an den Haltestellen sowie beim Einstieg in unsere Fahrzeuge wird laufend auf die Maskenpflicht hingewiesen.“ Innsbrucks Vizebürgermeister Johannes Anzengruber, Covid-19 Einsatzleiter schildert die Problematik in den öffentlichen Verkehrsmitteln: "Der Mindestabstand in Öffis ist schwer einzuhalten, die Abteile und die Busse sind nur bedingt zu lüften. Dazu kommt, dass die Haltegriffe von vielen Menschen benützt und nicht regelmäßig desinfiziert werden können. Der Mund-Nasen-Schutz schützt einerseits vor Tröpfchen und andererseits davor, dass man sich nicht unvermittelt ins Gesicht greifen kann und sich dadurch selbst ansteckt." Auch er verfolgt die Entwicklung aufmerksam und analysiert: "Erfreulicherweise sind zwar wieder mehr Gäste in der Stadt, aber es werden in den letzten Wochen auch wieder vermehrt positive Fälle aus dem Ausland gemeldet. Die Anreise der Gäste und Urlaubsrückkehrer vor allem aus den Balkenländern erfolgt vielfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch die Wege in der Stadt werden so zurückgelegt. Damit steigt das Risiko einer Ansteckung. Es ist also mehr als sinnvoll, den in den letzten Wochen und Monaten erfolgreich erprobten Schutz durch NMS weiter aufrecht zu erhalten. Alles anderes wäre unverantwortlich und geradezu fahrlässig."

Aktuelle Stadtblatt-Umfrage zum Thema Mund-Nasen-Schutz

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