Stadtblatt-Serie
Der Blick auf den Alltag unserer Stadtpolitiker: Johannes Anzengruber

Der 2. Bürgermeisterstellvertreter sowie COVID-19 Einsatzleiter bzw. Koordinator für Innsbruck, Johannes Anzengruber bei einer digitalen Pressekonferenz der Stadt Innsbruck.
  • Der 2. Bürgermeisterstellvertreter sowie COVID-19 Einsatzleiter bzw. Koordinator für Innsbruck, Johannes Anzengruber bei einer digitalen Pressekonferenz der Stadt Innsbruck.
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Die Stadtblatt-Redaktion hat die Innsbrucker Gemeinderäte eingeladen, ihre aktuelle Situation zu schildern. So wie alle anderen in Innsbruck sind auch die Gemeinderäte und Stadtsenatsmitglieder von den Schutz- und Vorbeugemaßnahmen betroffen. Wir präsentieren Ihnen in einer mehrteiligen Serie die Anworten der Gemeinderäte. Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi, Bürgermeisterstellvertreter Johannes Anzengruber und Stadträtin Elli Mayr sind aber nicht im Home-Office sondern maßgeblich in die Einsatzleitung der Stadt eingebunden. Daher werden diese in eigenen Beiträgen präsentiert.

Johannes Anzengruber

Er ist das "neueste" Mitglieder der Innsbrucker Stadtregierung. Erst in der Gemeinderatssitzung im Feber wurde Anzengruber zum Nachfolger von Franz X. Gruber gewählt. Seine Ressortverantwortung umfasst die Bereiche: Tourismus, Soziales, Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheit, Markt- und Veterinärwesen, Land- und Forstwirtschaft, Allgemeine Sicherheit und Veranstaltungen sowie die Berufsfeuerwehr. Der ehemalige erfolgreiche Pächter der Arzler Alm ist COVID-19 Einsatzleiter bzw. Koordinator für Innsbruck.

Das Interview

Stadtblatt: Gemeinderat im Zeitalter der Corona-Krise. Wie geht es Ihnen persönlich mit der aktuellen Situation?
Johannes Anzengruber: Gesundheit ist unser höchstes Gut. Ich denke diesen Virus haben zuerst so gut wie alle in Europa unterschätzt. Wenn man dann sieht, wie sehr COVID-19 die Gesundheit der älteren Mitbürger angreift aber sogar auch bei jungen gesunden Menschen durchaus hartnäckig sein kann, beginnt das große Umdenken. Neben der Gesundheit hat die Corona-Krise auch nach sich gezogen, dass auch unsere persönliche Freiheit plötzlich sehr stark eingeschränkt ist. Deshalb gilt es alles daran zu setzen, den Coronavirus zu besiegen und nach dieser Krise wieder den Normalzustand herzustellen. Der vorübergehende Verlust der persönlichen Freiheit wird hoffentlich auch dazu führen, dass man in Zukunft die Natur, die Bewegungsfähigkeit und das Leben in ganz anderen Zügen genießen wird.

Stadtblatt: Welche Möglichkeiten nutzen Sie, um über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden zu sein?
Johannes Anzengruber: Als COVID-19 Einsatzleiter bzw. Koordinator für Innsbruck muss ich ständig am Laufenden sein und gemeinsam mit meinem hervorragenden Team auch schnell Entscheidungen treffen. Ich bin spätestens um 7 Uhr in der Stadt und bekomme dort schnell einen Überblick über die Lage in Innsbruck sowie ganz Tirol. Während des Tages haben wir laufend Sitzungen zu den Themen Sicherheit, Gesundheit, Soziales und Wirtschaft, um hier bestmöglich auf die sich täglich ändernden Gegebenheiten reagieren zu können. Natürlich ist es in Zeiten der Digitalisierung sehr einfach, die aktuellsten österreichweiten Entwicklungen am Smartphone oder am Laptop einzusehen. Unteranderem wurde auch ein Raum für Videokonferenzen eingerichtet, in dem z.B. Besprechungen mit dem Stab im Land oder mit städtischen Beteiligungen etc. abgehalten werden.

Stadtblatt: Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Ihnen und den anderen Gemeinderatsmitgliedern?
Johannes Anzengruber: Es gibt einige Gemeinderatskollegen, mit denen ich laufend zu den oben genannten Themen in enger Abstimmung bin. Mit jenen, mit denen der Kontakt derzeit nicht persönlich vor Ort möglich ist, wird telefoniert, gemailt, per SMS, oder per Videokonferenz kommuniziert.

Stadtblatt: Die üblichen demokratiepolitischen Entscheidungsfindungen sind derzeit außer Kraft gesetzt, können Sie sich trotzdem entsprechend einbringen?
Johannes Anzengruber: Wir sind in ständigem Austausch und die Kommunikation mit dem Bürgermeister sowie den Stadtsenatsmitgliedern funktioniert in Zeiten der Krise hervorragend. Ich finde, dass wir in Innsbruck sehr schnell und entscheidungsfreudig an die sich uns stellenden Herausforderungen herangehen. Dies ist nur möglich, weil wir in unserem Team wirklich hochprofessionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Stellvertretend für das ganze Team möchte ich mich bei Einsatzleiter Helmut Hager bedanken.

Stadtblatt: Wie gestalten Sie ihre "Freizeit", was liegt Ihnen derzeit besonders am Herzen?
Johannes Anzengruber: Derzeit gibt es so gut wie keine Freizeit. Meine Frau und meine zwei Kinder müssen derzeit sehr auf mich verzichten. Wenn es jedoch mal ruhiger wird, dann gehört die Zeit komplett der Familie.

Stadtblatt: Nutzen Sie persönlich einen Blog, youtube-Kanal oder ähnliches um zu kommunizieren?
Johannes Anzengruber: Mir ist der direkte Kontakt zu den Menschen wichtig. Deshalb bevorzuge ich das persönliche Gespräch oder telefoniere mit meinem Gegenüber. Dies ist jedoch gerade jetzt nicht immer möglich. Deshalb kommuniziere ich zudem auf Social Media - in erster Linie über Facebook.

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