Bericht Tiroler Fremdenpolizei 2018
"Dimension, die wir zuletzt 2013 hatten"

Erich Lettenbichler, Leiter der Einsatzabteilung, Helmut Tomac – Landespolizeidirektor und Harald Baumgartner – Leiter der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung
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  • Erich Lettenbichler, Leiter der Einsatzabteilung, Helmut Tomac – Landespolizeidirektor und Harald Baumgartner – Leiter der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung
  • hochgeladen von Arno Cincelli

Ein Drittel weniger Aufgriffe 2018 in Tirol

INNSBRUCK (cia). Durchaus zufrieden präsentierte die Tiroler Polizei die Jahresbilanz der Fremdenpolizei für 2018. Insgesamt wurden 5.014 Fremde in Tirol im vergangenen Jahr aufgegriffen, im Vorjahr waren es noch 7.406. "Wir bewegen uns in einer Dimension, die wir in Tirol zuletzt im Jahr 2013 gehabt haben!", zeigt sich Landespolizeidirektor Helmut Tomac erfreut. Zum Vergleich: in den Rekordjahren 2015 und 2016 waren es 10.268 bzw. 11.812 Personen. 

Spitzenreiter bei den Herkunftsländern waren 2018 – wie schon im Jahr 2017 – Nigeria, Marokko und Pakistan. Bei mehr als vier von fünf illegalen Migranten handelte es sich laut Polizei um Männer (über 14 Jahren). Knapp zwei Drittel der Eingereisten kamen über Italien nach Tirol. 41,16 Prozent wurden in Zügen aufgegriffen, davon wählte etwa ein Zehntel die lebensgefährliche Fahrt auf Güterzügen. Abseits der hauptsächlich genutzten Brennerroute gab es 235 Aufgriffe in Osttirol und 125 in Landeck. Insgesamt wurden in Tirol 2018 53 Schlepper angezeigt.

Auch die Zahl der Asylanträge sank gegenüber dem Vorjahr um 53 Prozent auf 574.

Trotz dieser Zahlen betont Tomac, dass aufgrund der Migrationsströme in Nordafrika keine dauerhafte Entspannung zu erwarten sei: "Jeder, der sich jetzt ausruht, wird von der Realität irgendwann wieder eingeholt."

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