Ampelchaos vor Schule
Drei Ampeln führen nachweislich zu Verwirrung
- Die Ampelschaltungen in der Pastrorstraße sorgen für Verärgerung.
- Foto: MeinBezirk
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Kreuzungen mit Schutzwegen und mehrfachen Fuß- und Radfahrerampelschaltungen sind in Innsbruck keine Besonderheit. Durch das verkehrstechnische Vorziehen der Busse und Straßenbahnen entstehen des öfteren gefährliche Situationen, so muss eine Straßenbahn am Schutzweg nicht anhalten. Verärgert zeigen sich betroffene besonders von der Regelung neben der Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Tirol.
INNSBRUCK. "Drei Ampeln – und niemand weiß, wann’s wirklich Grün ist! Was sich direkt neben der Praxisvolksschule der Pädagogischen Hochschule Tirol abspielt, ist schlichtweg absurd", schildert eine Betroffene auf der Plattform "mitgestalten innsbruck" (Für Beiträge muss die Person auf der Plattform angemeldet sein). Beim Übergang vom IVB-Stubaitalbahnhof zur Bushaltestelle 1er – Basilika wurde ein Übergang mit gleich drei Ampeln installiert. "Das Ergebnis? Totale Verwirrung! Nicht nur die Grundschülerinnen und -schüler stehen ratlos vor dem Lichterchaos – auch viele Erwachsene treten ins Fettnäpfchen und gehen zur falschen Zeit über die Straße. Besonders die dritte Ampel, jene über den Fahrradstreifen, sorgt für gefährliche Missverständnisse: Sobald sie auf Grün schaltet, glauben viele, sie könnten gefahrlos weitergehen – doch die Fahrbahnampel zeigt noch Rot", wird weiter ausgeführt. "Und als wäre das nicht genug: Wer die Strecke von Nord nach Süd überquert, erlebt die nächste Farce. Kaum ist man bei der mittleren Ampel, springt die Ampel über den Radweg schon wieder auf Rot – und man muss für den letzten Meter zum Gehsteig erneut stehen bleiben." Die Forderung: "Diese überflüssige dritte Ampel muss weg!"
Reaktion der Stadt
Es gibt eine Vorgeschichte zu dieser Ampelregelung, die im Widerspruch zur jetzigen Lösung steht und offensichtlich von einem vorherigen Elternverein urgiert wurde. "Ursprünglich war die Signalanlage mit einer sogenannten „unvollständigen Signalfolge“ ausgestattet, die im Wesentlichen einer Bedarfsampel entspricht.
Aufgrund zahlreicher Rückmeldungen und Bedenken des Elternvereins der Praxisvolksschule wurde nach alternativen Lösungen gesucht. Der Elternverein legte dabei größten Wert auf maximale Sicherheit – auch wenn dies Einschränkungen bei der praktischen Funktionalität der Anlage mit sich bringen konnte.
Trotz mehrfacher Hinweise des Referates Verkehrslichtanlagen, dass die Funktionalität als auch die Leistungsfähigkeit der Anlage (etwa durch mögliche Staubildungen) beeinträchtigt werden könnten, entsprach es dem ausdrücklichen Wunsch des damaligen Elternvereins, die Lichtsignalanlage in der derzeitigen Form zu betreiben.
Die aktuelle Lösung an der Signalanlage Pastorstraße wurde daher entsprechend dem Wunsch des Elternvereins umgesetzt. Durch das Einschalten der gesamten Anlage besteht die gesetzliche Verpflichtung, dass jeder Verkehrsstrom mit Freigabe (in diesem Fall dem Radfahrer von der Fritz-Konzert-Str. kommend), ohne Abbiegevorgang, frei von feindlichen Verkehrsströmen (z.B. Fußgänger) sein muss. Somit ist ohne eine Umgestaltung (welche in dieser Form so gewünscht war) keine Änderung möglich."
- Die Verkehrssicherheit gehört laufend überprüft.
- Foto: ARBÖ/Zolles
- hochgeladen von MeinBezirk Tirol
Neue Prüfung gefordert
Offenkundig unpraktische und potenziell gefährliche Lösungen dürfen nicht bestehen bleiben, weil sie einmal eingeführt wurden. Verkehrssituationen ändern sich – und mit ihnen auch die Anforderungen an Verständlichkeit und Sicherheit. "Die derzeitige Schaltung mit drei Ampeln führt nachweislich zu Verwirrung: Kinder wie Erwachsene interpretieren ein grünes Signal naturgemäß als Freigabe, auch wenn der nächste Übergang noch Rot zeigt. Das widerspricht dem Grundprinzip, dass Verkehrsregelungen klar und intuitiv erfassbar sein müssen", erklärt Lorenz Beneditk. "Zudem senken unnötige Wartezeiten und komplexe Signalfolgen die Akzeptanz, was wiederum zu Fehlverhalten und Unsicherheit führt – gerade im Umfeld einer Schule ein untragbarer Zustand."
"Ich ersuche daher um eine erneute fachliche Prüfung der Anlage mit dem Ziel, eine einfachere, verständlichere und alltagstauglichere Lösung zu finden – etwa in Abstimmung mit dem derzeitigen Elternverein, der Polizei und dem Referat für Verkehrslichtanlagen."
- Eine Überprüfung der bestehenden Ampelschaltung und eine Verbesserung werden gefordert.
- Foto: MeinBezirk
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