Ein Juwel verborgen unter altem Putz

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INNSBRUCK. Die Zeit nagt an der 400 Jahre alten Kirche im Stadtteil Dreiheiligen. Alterung, Erdbeben, Kriegsschäden veraltete Heizungen und der vorbeifahrende Zug schaden

1611 bis 1613 wurde die Dreiheiligenkirche erbaut. 1750 wurde sie umgebaut und 1860 erweitert. Im Lauf der Jahrzehnte wurde die Kirche immer wieder saniert, dies aber oft nur grob und oberflächlich.

Es wurde also höchste Zeit, die Kirche wieder in ihren Urzustand von 1860 zu bringen. Um eine Renovierung ermöglichen zu können, wurde der Verein „Freunde der Dreiheiligenkirche“ gegründet. Seit einem Jahr ist dieser nun damit beschäftigt, die Außenseite der Kirche zu res­taurieren.

Der Putz musste erst untersucht werden, man musste entscheiden, wie viele Schichten abgetragen werden und welcher Putz dann wieder an die Wand kommt. Jetzt erstrahlt die Fassade in ihrer Originalfarbe von 1860. Beim Abtragen des Putzes gab es auch einige Überraschungen.

Säulen, wo vorher nur Ecken waren
Wo vorher nur rechtwinklige Ecken waren, kamen Steinsäulen aus Brekzie zum Vorschein. „Die Kirche konnte keinem Stil mehr zugeordnet werden. Erst jetzt kann man den eigentlich neugotischen Stil wieder erkennen“, so Wolfgang Umach vom Verein „Freunde der Dreiheiligenkirche“. Auch das Dach galt es zu sichern, Blitzableiter anzubringen, die Fens­ter auszutauschen, das große Mosaik zu restaurieren, die Anbauten und den Turm zu sanieren und die Entwässerung der Kirche zu erneuern.

Rundherum viel zu tun
Um die Kirche herum musste einiges an Erdreich abgetragen werden, ein fast einstürzender Windfang wurde erneuert, ein Abgang zum Keller aufgebaut.

Jetzt kommt der Innenbereich
Im kommenden Jahr stehen nun die Restaurationen im Innenbereich an. Der feine Rokokostuck im Inneren der Kirche wurde nur grob restauriert. Einzelheiten und Goldelemente wurden einfach übermalt. „Wie weit wir die ursprünglichen Rokoko-Verzierungen freilegen können, hängt vom Geld ab. Natürlich wollen wir die Kirche ordentlich renovieren, das ist aber auch immer eine finanzielle Frage“, so Wolfgang Umach. Insgesamt wurden für die gesamten Arbeiten zwei Mio. Euro veranschlagt. Finanziert wird das Projekt zur Hälfte von der Stadt Innsbruck, den Rest bringen die Diözese Innsbruck, die Landesgedächtnisstiftung, das Land Tirol, das Bundesdenkmalamt, die Pfarre Dreiheiligen und der Verein auf.

Kultur erhalten
Der Verein „Freunde der Dreiheiligenkirche“ ist für die Renovierung auf Spenden angewiesen. Mitglied im Verein wird man durch einen Jahresbeitrag von 12,- €. Kontakt: Pfarramt Dreiheiligen, (Dreiheiligenstr. 10) oder Dr. Wolfgang Umach (Dreiheiligenstr. 33). E-Mail: w.ringer@tsn.at oder wolfgang.
umach@chello.at, Konto: Volksbank 48380, BLZ 42390

Autor:

Verena Kretzschmar aus Innsbruck

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