Corona-Skurrilitäten am 1.12.
Ein "Streikaufruf" ohne Verantwortliche und ein "Flashmob"

Ein "Streik" und ein "Flashmob" am 1.12., das Thema Corona spielt in Innsbruck weiter eine große Rolle.
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  • Ein "Streik" und ein "Flashmob" am 1.12., das Thema Corona spielt in Innsbruck weiter eine große Rolle.
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INNSBRUCK. Ein Flugblatt, eine Telegram-Gruppe mit rund 18.00 Usern und ein ominöser "Streikaufruf". Verantwortliche oder ein Impressum für diesen Aufruf sind nicht zu finden. Wenige Stunden später wird zu einem "Flashmob" aufgerufen.

Der Streik

"Ein Streik ist im Arbeitskampf eine vorübergehende Niederlegung der Arbeit durch eine verhältnismäßig große Anzahl von Arbeitnehmern, die ein gemeinsames Ziel im Rahmen ihrer Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse erreichen wollen." Dieses Ziel ist beim "Streikaufruf" für den 1.12. nicht gegeben. Vielmehr geht es um Selbstdarstellung: "Druck dir den Bundesgesetzesentwurf zur Impfpflicht aus. Bring es auf die Protestkundgebung vor deinem Landtag mit. Zerreiße es szenenwirksam und fotografiere/filme dich dabei. Lade das Foto/Video  hoch." oder "Von 13:00 Uhr bis idealerweise über den Dienstschluss. Spätestens dann könnt Ihr jeden, der das Gebäude verlässt persönlich ansprechen: „Wollen Sie das für unsere Zukunft?“ und friedlich, aber lautstark." Ein Innsbrucker Gemeinderat hat den Streikaufruf in den sozialen Medien geteilt.

Streikaufruf

Organisationen, die den Aufruf in die Öffentlichkeit teilen, stellen bereits Anfang klar: "(Wir)sind für den Text nicht verantwortlich, die eine oder andere Formulierung mag der „Hitze des Gefechts“ geschuldet sein bzw. gehört zur Textsorte „politische Manifestation“. Auf dem Flugblatt mit dem Streikaufruf  gibt es kein Impressum. Dafür steht als Einleitung: "Kein Österreicher / Keine Österreicherin geht an diesem Tag in die Arbeit oder einkaufen."

Echt jetzt?

In den sozialen Medien sind immer öfter mehr als irritierenden Einträge zu finden, Beispiel Telegram-Kanal Innsbruck steht auf (274 Mitglieder).

Rätselhafter Eintrag im Telegram-Kanal Innsbruck steht auf (274 Mitglieder).
  • Rätselhafter Eintrag im Telegram-Kanal Innsbruck steht auf (274 Mitglieder).
  • Foto: Screenshot Telegram
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Flashmob

"Flashmob bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei dem die Teilnehmer einander nicht persönlich kennen und ungewöhnliche Dinge tun." Die Einladung zum Flashmob in die Maria-Theresien-Straße wenige Stunde nach dem Streik ist nicht ganz so spontan. Seit Tagen wird intensiv in den sozialen Medien Werbung für die Veranstaltung gemacht. Die Organisatorin hält fest: "Vergleiche mit der NS-Zeit und Erwähnung von relogiösen Ansichten sind zu unterlassen." Dafür muss sie entsprechende Kritik einstecken: "Obwohl ich selbst nicht im herkömmlichen Sinne religiös bin, finde ich das Verbot der Erwähnung religiöser Ansichten schon zu streng - bei einer Demo für die Freiheit." Die Antwort der Organisatorin: "Ja gebe ich dir Recht aber letztes Mal gab es eine Rede die ein paar Leute abgeschreckt hat. Ich möchte niemanden verlieren, wir brauchen alle..."

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