Neuer ÖVP-Chef in Innsbruck
Eine Ära geht zu Ende

Ein Bild, das Bände spricht. Christoph Appler ist seit Montag gewählter Stadtparteiobmann der ÖVP, Franz X. Gruber ist nach 12 Jahren nicht mehr an der Spitze.
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  • Ein Bild, das Bände spricht. Christoph Appler ist seit Montag gewählter Stadtparteiobmann der ÖVP, Franz X. Gruber ist nach 12 Jahren nicht mehr an der Spitze.
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

Der neue Stadtparteiobmann – Christoph Appler – bekam 89,21 % der Stimmen.

INNSBRUCK. Franz X. Gruber war 12 Jahre lang Stadtparteiobmann der ÖVP und erlebte mit der Partei Höhen und Tiefen. Eine der schlimmsten Schlappen war wohl die Gemeinderatswahl 2018: Hier erreichte die Volkspartei lediglich 12,17 Prozent der Stimmen und verlor damit über 9 Prozent. Sie landete hinter den Grünen (24,16 %), der FPÖ (18, 56 %) und Für Innsbruck (16,15 %) auf dem vierten Platz. Nach dem Wahldebakel wurden die Stimmen eines Rückzuges immer lauter. Anfang des Jahres war es dann offiziell: GR Christoph Appler soll die Stadtparteiführung übernehmen. Trotz allem sagte Gruber bei seinem Abschied vor den ÖVP-Delegierten: "Es fällt mir nicht leicht zu gehen, ich habe diesen Job sehr gerne gemacht." Auch Christoph Appler wünschte er viel Erfolg zu seiner Arbeit.

ÖVP-Granden

Appler wurde nicht nur von Gruber bestätigt, sondern hatte auch die Rückendeckung der Bünde und der Parteigranden des Landes. So war Ministerin a. D. Margarete Schramböck wie auch Landeshauptmann Günther Platter in der Villa Blanka. Schramböck ließ Wahlkamptöne erklingen, Platter machte für Zusammenhalt stark. Wie er sagte: "Intern muss es harte Diskussionen geben, aber nach außen müssen wir geschlossen auftreten."

Christoph Appler

Appler ist 34 Jahre alt und wurde in Rum geboren. Er ist Biobauer in Arzl und Vater eines 12 Jahre alten Sohnes. Beim Stadtparteitag wurde er von fast neunzig Prozent der anwesenden 141 Delegierten zum Stadtparteichef gewählt.

Abschied und Zukunft

Gruber verabschiedete sich von seiner Funktion als Stadtparteiobmann und meinte, dass er "zeitgerecht" auch die Übergabe seines Sitzes als Vizebürgermeister in die Wege leiten wird. Als Höhenpunkt seiner Karriere in der Innsbrucker ÖVP sieht er seine Arbeit in der Regierung als Stadtrat, als Tiefpunkt die Wahlniederlage bei der letzten Gemeinderatswahl.
Für die ÖVP ist nach klar: Bei der nächsten Wahl in Innsbruck will sie wieder geschlossen die Nummer eins werden – wie alle Chefs an diesem heißen Tag in der Villa Blanka beim Stadtparteitag betonten.

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