Bozner Platz
Eine Protestversammlung und einmal mehr der politische Schlagabtausch

Protestversammlung am Bozner Platz amSamstag ab 10 Uhr 30.
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  • Protestversammlung am Bozner Platz amSamstag ab 10 Uhr 30.
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INNSBRUCK. Der Bozner Platz im Mittelpunkt. Neben der morigigen Protestversammlung gibt es einmal mehr einen politischen Schlagabtausch.

Protestversammlung

Die Innsbrucker FPÖ und dasGerechte Innsbruck laden am Samstag ab 10 Uhr 30 zu einer Protestversammlung ein. Unter der Devise "Wir retten den Bozner Platz" informieren Vizebgm. Markus Lassenberger, StR Rudi Federspiel und GR Gerald Depaoli über das heiß diskutierte Projekt und sammeln Unterschriften für die Petition mit dem Titel "Rettet den Bozner Platz - grüne Insel statt Betonwüste". Wie das Stadtblatt berichtete, konnte in der letzten Gemeinderatssitzung kein Beschluss für die Umsetzung des Bozner Platz Projekts gefasst werden, da ein wichtiger Beschluss zur Ausschreibung des Wettbewerbs nicht gefasst wurde.

Die Stadtblatt-Berichte
Nach der GR-Panne: So geht es weiter
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Bozner Platz: Neugestaltung muss wieder in den Gemeinderat

Wie soll der Bozner Platz gestaltet werden?
  • Wie soll der Bozner Platz gestaltet werden?
  • Foto: IKM
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Politischer Schlagabtausch

Seit Jahrzehnten ist die Neugestaltung des Bozner Platzes als Portal vom Hauptbahnhof in Richtung Innenstadt eines der wichtigsten stadtgestalterischen Projekte, nicht zuletzt auch auf Wunsch der Innenstadtwirtschaft hin, führen die Innsbrucker Grünen in einer Aussendung aus. Die Neugestaltung des Bozner Platzes wurde 2018 von den Innsbrucker Grünen, Für Innsbruck, ÖVP und SPÖ auf Platz 1 der dringenden Platzgestaltungs-Projekte gereiht. "Der Platz gehört auch auf die Bedürfnisse von täglich über 10.000 Fußgängerinnen und Fußgänger, die den Bozner Platz queren und sich dort aufhalten. Die vorgesehene Verkehrsberuhigung in Form einer Begegnungszone entspricht auch den langjährigen Forderungen der Wirtschaftstreibenden, deren Vertretung in der Wettbewerbsjury teilgenommen hat", so der stv. Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses GR Thomas Schultze. Denn die Vorlaufzeit für dieses Projekt war mit einer öffentlichen Präsentation der Rahmenbedingungen für den Wettbewerb Anfang 2020 und Präsentation des von der Jury ausgewählten Siegerprojekts inklusive öffentlicher Präsentation im Frühjahr 2021 und einer darauffolgenden mehrwöchigen öffentlichen Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse geprägt von Transparenz und Informationsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit. Gestalterisches Ziel des neuen Bozner Platzes ist auch die Kühlung durch viele Bäume, 30 an der Zahl, die bereits möglichst groß (50 cm Stammumfang und 6 bis 7 Meter Höhe) und nach dem klimafitteren Schwammstadt-Prinzip eingesetzt werden. „Die FPÖ will den neuen, grüneren Bozner Platz um jeden Preis weiterhin verhindern. Die Allianz gegen dieses wichtige Gestaltungsprojekt zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, zur Kühlung, zur Verkehrsberuhigung und zur attraktiven Baum- und Raum-Gestaltung des Platzes, ist völlig Fehl am Platz“, schließt die Grünen-Klubobfrau Janine Bex die Ausführungen.

Der Bozner Platz von oben.
  • Der Bozner Platz von oben.
  • Foto: innsbruck.gv.at/stadtplan
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Verwunderung

Über das neue grüne Verständnis der Bodenversiegelung der Innsbrucker Grünen zeigt sich Vizebürgermeister Markus Lassenberger sehr verwundert. "Die Grünen haben scheinbar einen neuen Weg eingeschlagen. Bereits grüne Bodenflächen zu versiegeln ist der neue Weg. Diese Versiegelung durch das setzen von ein paar Bäumen wieder zu rehabilitieren ist nicht das grüne Verständnis das die FPÖ pflegt. Der Bozner Platz in seiner jetzigen Form mit grünen Flächen am Boden könnte doch einfach durch zusätzliche Bäumen mehr an Grünraum bieten", erklärt Lassenberger und meint weiter: "Stattdessen sind die Innsbrucker Grünen ja diejenigen die in letzter Zeit ständig einer Bodenversiegelung zustimmen und Bäume umschneiden. Dieses scheinheilige Getue der Grünen bringt keinen weiter." Vizebgm. Lassenberger abschließend: "Bei der am 31.07.2021 stattfindenden Protestveranstaltung geht es der FPÖ nicht darum eine Umgestaltung zu verhindern sondern das bestehende Grün zu erhalten und zu erweitern. Scheinbar aber sind die Freiheitlichen die neuen Grünen wenn es um den Kampf gegen Bodenversiegelung geht."

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