Clubsterben
Endgültiges Aus für Hafen

Der Hafen ist nun Geschichte.
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  • hochgeladen von Nadine Isser

Vor einem Jahr noch wurde versichert, dass für das VAZ Hafen fieberhaft nach einer neuem Ort gesucht werde, dass die Gespräche liefen und es hier bald eine Lösung geben werde. Nun ist es fix: Für den Hafen wurde kein neuer Standort gefunden, den Hafen wird es so nicht mehr geben.

Damit reiht sich der Hafen in Innsbrucks verbleichender Clubgeister ein: wie zuvor schon das Weekender oder das Stadtcafé, um nur zwei zu nennen. Das Hafenareal, das mehr durch seine Größe und Praktikabilität als Schönheit bestach, bot unzähligen Konzerten, Festen, Partys und Events wie der Queer Attack ein Zuhause. Der Hafen war einer der wenigen Orte der Subkultur in Innsbruck und nun ist er Geschichte.

Kritik

Nun hagelt es Kritik an der Regierung, so meint SPÖ-Stadtparteivorsitzender Benjamin Plach.

„Der Aufschrei der Jungen Generation ist völlig gerechtfertigt. In einer Stadt wie Innsbruck mit vielen jungen Menschen und Studierenden brauchen wir ein breites kulturelles Angebot und die Räume, wo dieses stattfinden kann. Entsprechend werden wir die Alternative zum Hafen von Willi und Schwarzl im kommenden Gemeinderat einfordern.“

Auch FI bedauere die Situation und wünscht sich eine Lösung:

„Viele Jahre war der Hafen Besuchermagnet und trug damit auch wesentlich zur lokalen Wertschöpfung bei. Als Wirtschaftsreferentin schmerzt es mich besonders, dass in einem Jahr keine geeignete Ersatzlösung gefunden werden konnte. Speziell das vergangene Jahr hat klar gezeigt, dass das Angebot des Hafens fehlt und nicht bzw. nur kaum ersetzt werden kann",

so Stadträtin Christine Oppitz-Plörer.

„Vor einem Jahr hatte die Stadtregierung noch groß verkündet, sie suche nach einem Ersatz für das VAZ Hafen. Jetzt müssen wir feststellen: Außer Versprechen nichts gewesen“,

kritisiert ALI-GR Mesut Onay die fehlende Handlungskompetenz der Koalition. Gleichzeitig appelliert seine Liste, das Clubsterben zu stoppen.

Unstimmigkeit in Koalition

Der Bürgermeister indes kritisiert wiederum seine Koalitionspartner FI, VP und SPÖ, so heißt es aus dem Bürgermeisterbüro dazu: "Seitdem bekannt wurde, dass die privaten Investoren den Hafen schließen, wurde nach einem Ersatzstandort gesucht. Das Equipment wurde derweil auf städtischen Flächen zwischengelagert. Nach scheitern eines Projekts am Grabenweg - auch dort hat sich der private Eigentümer anders entschieden - waren es die Koalionspartner*innen von FI, VP und vor allem SPÖ, die dagegen waren, für die Eventgesellschaft Hafen Geld in die Hand zu nehmen. Ein Open-Air, das zur Überbrückung gemeinsam mit den Hafenbetreiber*innen geplant war, wurde durch Corona verhindert." Der Hafen hinterlasse eine Lücke, die geschlossen werden müsse.

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