Kunstkonzept feiert Premiere im ARTspace der Firma Recheis in Hall
Erfolgreicher Perspektivenwechsel

V. li.: Künstler Thomas Riess, Vize-Präsidentin Martha Schultz, Kuratorin Julia Sparber-Ablinger, Geschäftsführer Martin Terzer und Vortragender Hans Rudi Fischer.
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  • V. li.: Künstler Thomas Riess, Vize-Präsidentin Martha Schultz, Kuratorin Julia Sparber-Ablinger, Geschäftsführer Martin Terzer und Vortragender Hans Rudi Fischer.
  • Foto: Martin Vandory
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Kunst und Wirtschaft haben auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam, doch im Haller Unternehmen Recheis wurde diese Verbindung gekonnt zelebriert: Mit einer Ausstellung des Künstlers Thomas Riess und einem Vortrag über ambivalente, innere Bilder, die uns im Alltag beschäftigen. Ein spannendes Kunstkonzept, das am Donnerstag, 24. Jänner 2019 den Auftakt des 130-Jahr-Jubiläums bei Recheis einläutete.

Recheis ist Österreichs beliebteste Nudelmarke. Seit 1889 im Tiroler Traditionsunternehmen in Hall hergestellt. Doch Tradition muss lebendig bleiben und sich immer wieder neu erfinden. Dafür inszeniert Recheis eine Verbindung aus Kunst und Wirtschaft: Der ARTspace im vierten Stock des Firmengebäudes bietet Raum und Möglichkeiten für Diskussionen über aktuelle Strömungen, für den Austausch mit Künstlern und für das Generieren neuer Ideen.

Die Premiere gestaltet der Künstler Thomas Riess, der seine Werkgruppe „liquid reality“ präsentiert, um seiner Interpretation von Ambivalenz Raum zu geben. Der deutsche Managementcoach und Philosoph Hans Rudi Fischer erzählte von seinen Theorien zur Ambivalenz als kreative Ressource: „In einem Wirtschaftsbetrieb sind eindeutige Entscheidungen selten. Zumeist ist ein Sowohl-als-auch möglich, das es uns nicht leicht macht. Mit Ambivalenz umzugehen heißt, in meinen Entscheidungen sicherer werden“.
„Sinn stiften, Motivation fördern“, so das Motto des von Julia Sparber-Ablinger kuratierten Kunstkonzeptes, an diesem auch Martha Schultz, Vize-Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Gefallen fand: „Unternehmer müssen kreativ sein und Künstler sind eine wertvolle Inspirationsquelle.“

Geschäftsführer Martin Terzer erklärte, dass die Kreativität ein wichtiger Faktor in der Unternehmenskultur von Recheis ist. Er lud ausgewählte Gäste in den ARTspace und freute sich über den „gelungenen Perspektivenwechsel, der neue Sichtweisen auf unser Unternehmen zulässt.“ Die Intention eines Kunstkonzeptes ist, sinn- und gehaltvolle Kunst im Unternehmen zu installieren, um diese im Kontext zum Arbeits- und Lebensumfeld zu begreifen.
Bei Recheis wurde auch entsprechend kunstvoll gefeiert: Martin Terzer will anlässlich des Jubiläums den Kunden, Geschäftspartnern und Freunden des erfolgreichen Unternehmens etwas zurück zu geben, indem sie auch für ihr Business neue Erkenntnisse gewinnen. Ein neuer, durchwegs nachahmenswerter Managementansatz, denn bekanntlich verdoppelt sich der Erfolg, wenn man ihn teilt.

Autor:

Julia Sparber-Ablinger aus Innsbruck

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