Momentaufnahmen
Fast 50 % der Erkrankten in Innsbruck sind zwischen 20 und 29

Hoher Anteil an positiv getesteten Personen in Innsbruck zwischen 20 und 29 Jahren. Präventivtests sollen auch Studierenden-Infektkette durchbrechen.
  • Hoher Anteil an positiv getesteten Personen in Innsbruck zwischen 20 und 29 Jahren. Präventivtests sollen auch Studierenden-Infektkette durchbrechen.
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Das Zahlenmaterial in Sachen Entwicklung der Infizierten ist eine Momentaufnahme, da sich durch den weiteren Ausbau der Testmöglichkeiten sich diese laufend ändern. Vor allem Trends können aber auch bei der Analyse herausgelesen werden. Die positive Nachricht: bisher ist kein Kind in Innsbruck betroffen. Schwerpunkt ist das Durchbrechen der "Studierenden-Infektkette".

Analyse

Eine Analyse der Daten zeigt: Fast 50 Prozent der positiven Testergebnisse in Innsbruck sind in der Altersgruppe zwischen 2o und 29 Jahren. Das Durchschnittsalter liegt aktuell bei 36 Jahren. In der örtlichen Aufteilung zeigt sich, das alle Stadtteile betroffen sind. Diese Eckdaten ändern sich laufend, da vor allem die Anzahl an Testungen auch durch neue Geräte in der Klinik weiter erhöht wird.

Maßnahmenpaket

So wurde die Telefonhotline 1450 durch Infrastruktur und Mitarbeiter der Stadt mehr als verdoppel und das Rathaus auf Notbetrieb gesetzt, damit auch hier eine Ansteckungsgefahr minimiert wird. Neben den Sperren von öffentlichen Park- und Spielplätzen sowie der gesamten Innpromenade wurden auch Hilfspakete für sozial Benachteiligte und ein Wirtschaftspaket geschnürt. Gespräche mit dem LEH sowie der Markthalle für einen Lieferservice – speziell für Senioren – waren positiv.

Studierenden-Infektkette

Die enorme Zahl der positiv getesteten in der Altersgruppe 20-29 Jahre deutet darauf hin, dass speziell bei Studenten das Virus massiv verbreitet wird. Anzengrubers Ziel ist es, die Infektionsherde schnell zu finden und die Personen sofort abzukapseln, um eine weitere Virus-Verbreitung im Keim zu ersticken. Anzengruber möchte hier viel mehr Tests durchführen, aber auch speziell das medizinische sowie Pflegepersonal präventiv testen: „Diese präventiven Tests ermöglichen einerseits das Verhindern von Ansteckungen sowie Quarantänen in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen und sind andererseits ein weiterer Schutz für die Risikogruppe Senioren.“ Für die nächsten Wochen bittet Anzengruber die Bevölkerung um weiterhin viel Disziplin und das Vermeiden von unnötigen Kontakten zu anderen Personen.

Rettungseinsatz-Rückgang

Die Leitstelle Tirol verzeichnete im Rettungsdienst einen Rückgang der Einsatzfahrten um mehr als ein Drittel. Im Vergleich von Freitag, 13. März, bis Freitag, 20. März, gingen die Einsätze von 1.147 auf 717 zurück – die Fahrten in Zusammenhang mit dem Coronavirus sind bereits berücksichtigt. „Ein herzliches Dankeschön an Sie, liebe Tirolerinnen und Tiroler, dass sie durch ihre Einschränkungen den Einsatzkräften und Krankenhäusern den wichtigen Spielraum geben, um einer Überlastung entgegenzuwirken. Uns ist bewusst, dass wir von Ihnen einiges abverlangen. Wir können nur gemeinsam etwas bewirken“, zeigt sich LH Günther Platter dankbar und ermutigt die Tiroler Bevölkerung, „auch weiterhin geschlossen die Einschränkungen auf sich zu nehmen und damit den bestmöglichen Einsatz im Kampf zur Verminderung der Ausbreitung des Coronavirus mitzutragen.“ Dem fügt Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg hinzu: „Dass es weniger Einsatzfahrten gibt, ist auch auf das geänderte Freizeitverhalten der Tirolerinnen und Tiroler zurückzuführen. Damit werden für mögliche Einsätze im Zusammenhang mit dem Coronavirus wieder mehr Ressourcen frei und die Einsatzkräfte können darauf ihren Fokus legen.“

Screening-Stationen

Zur schnellen Abwicklung von Coronavirus-Verdachtsfällen wurden in ganz Tirol bereits sechs stationäre Screening-Stationen eingerichtet. Die Screening-Stationen sind als Privatpersonen nur dann aufzusuchen, wenn eine von der Leitstelle in Form von SMS ausgestellte „Überweisung“ vorhanden ist. Konkret fahren die Fahrzeuge, private Fahrzeuge oder ein Rettungswagen, in die „Screeningstraße“ ein, wo die Personen von ÄrztInnen befragt und getestet werden. In Innsbruck befindet sich die Screening-Station am Parkplatz Baggersee/Kläranlage.

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