Innsbruck
Fünf positive Covid-19 Fälle

Innsbruck hat derzeit fünf bekannte Covid-19 Fälle.
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INNSBRUCK. Die Anzahl an positiven Covid-19 Fällen ist in der Landeshauptstadt auf fünf Personen angestiegen. Somit gelten derzeit elf Personen in Tirol als am Coronavirus erkrankt. Die Ärztekammer mahnt zur Wachsamkeit.

Contact Tracing

Die positiven Fälle sind unterschiedlicher Natur. Dementsprechend setzt die Covid-19 Einsatzleitung  vor allem auf den Bereich des Contact Tracing um eine Verbreiterung weitgehend einschränken zu können. Die beiden letzten Covid-19 Fälle betreffen Personen aus dem Strukturpersonal im Gesundheitswesen.

Mahnung

„Wenn sich auch alle freuen, dass viele der einschränkenden Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion mit dem Corona-Virus der Vergangenheit angehören, so darf nicht darauf vergessen werden, dass das Virus noch immer unter uns ist“, mahnt der Präsident der Ärztekammer für Tirol, Artur Wechselberger, zu besonderer Wachsamkeit. Es liege jetzt in den Händen jedes Einzelnen, die geeigneten Maßnahmen zum Eigen- und Fremdschutz zu treffen, erklärt der Ärztekammerpräsident die Wichtigkeit des Einhaltens der Distanzregeln und der notwendigen Hygiene, insbesondere der Hände. In den Gesundheitseinrichtungen, wie etwa in Arztpraxen, seien diese noch strenger, ergänzt der Kurienobmann und Vertreter der niedergelassenen Ärzte Momen Radi: „Hier gilt zudem noch immer die Maskenpflicht und die Aufforderung sich vor einem Arztbesuch telefonisch anzumelden!“ Schließlich baute und baue der erfolgreiche Weg Österreichs im Kampf gegen das Corona-Virus darauf auf, dass es zu keinen Infektionen innerhalb der Gesundheitseinrichtungen kommt, untermauert der Internist Dr. Radi die Sinnhaftigkeit dieses Vorgehens.

Reiseverkehr

Größere und kleinere Infektions- und Krankheitsherde aber auch die nach wie vor bedrohlich steigenden Infektionszahlen in vielen Ländern, verbunden mit zunehmendem Reiseverkehr, lassen das Schreckgespenst einer „zweiten Infektionswelle“ wachsen. Deshalb begrüßt die Ärztekammer für Tirol den Aufruf des Landes nach Testung von Urlaubsgästen aus Ländern und Regionen, für die eine Reisewarnung gilt. Tirol ist in der glücklichen Lage neben den öffentlichen Untersuchungsstellen auch über ein breites Testangebot privater Labors zu verfügen. Somit seien auch kurzfristige Testungen und rasche Testergebnisse möglich, schildert Momen Radi die landesweite Versorgungsstruktur zur Corona-Testung. Einen raschen und unkomplizierten Zugang zu diesen Privattestungen erhalten die Urlaubsgäste am einfachsten über die Zuweisung der Hausärztinnen und Hausärzte in den Ferienregionen. „Wer aus einer Region mit Reisewarnung kommt und über kein aktuelles negatives Ergebnis eines PCR-Tests auf SARS-CoV-2 verfügt, sollte dieses Angebot zur Sicherheit am Urlaubsort unbedingt annehmen“, unterstreicht Präsident Wechselberger die Wichtigkeit des Appells von Landehauptmann Günther Platter zur Testung von Urlaubsgästen aus den betroffenen Herkunftsländern.

Evaluierung

Im letzten Gemeinderat wurde der Bürgermeister mit einer ausführlichen und umfassenden Evaluierung der Arbeit der Magistratsdienstellen und der Gemeindeeinsatzleitung sowie des Krisenstabs beauftragt. Dem haben auch die Innsbrucker Grünen zugestimmt. Ihnen geht der Antrag jedoch nicht weit genug. „Aus den Abläufen, beispielsweise der technischen Umsetzung von Homeoffice, die Verfügbarkeit von Quarantänebetten oder auch die Möglichkeit zur ausreichenden Desinfektion von Material, konnten wir viel lernen“, so Gemeinderat Dejan Lukovic, und weiter: „Wir wollen unseren Blick jedoch nicht nur in die Vergangenheit, sondern vor allem in die Zukunft richten.“ Der im letzten Gemeinderat eingebrachte, aber nicht mehrheitsfähige, Erweiterungsantrag sah vor, Gesundheitsstadtrat Anzengruber damit zu beauftragen, mit den gewonnenen Daten schnellstmöglich Maßnahmen für eine möglioche 2. Corona-Welle auszuarbeiten. „Sollte sich das Virus im Hebst erneut in Innsbruck ausbreiten, wollen wir gewappnet sein. Ein ausgearbeiteter Plan soll bestmöglichen Schutz gewährleisten und dabei die Freiheitsrechte der Innsbrucker*innen so wenig wie möglich einschränken“, so der Stv. Klubobmann und Gesundheitssprecher Thomas Lechleitner. Die Innsbrucker Grünen begrüßen bei der Evaluierung vor allem die Möglichkeit, Verbesserungsmöglichkeiten in Notfallplänen, Prozessabläufen und der Kommunikation rasch zu identifizieren und umzusetzen. In Krisenfall will man noch schneller, sicherer und effizienter reagieren können.

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Autor:

Georg Herrmann aus Innsbruck

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