Sanierung der Laweinenverbauung
Hauptstadt der Lawinen

Die Sanierung der Lawinenverbauung ist in vollem Gange
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Nähe der Arzler Alm wird vom Wildbach- und Laweinenverbauung Forsttechnischer Dienst die Laweinenverbauung saniert.

Das Klima verändert sich, und nicht nur die Sommer werden heißer, auch die Winter werden extremer. In Tirol kennt man die Härte der Winter nicht erst seit der Klimaveränderung, aber die Lawinen, die heuer Anfang des Jahres neben der Arzler Alm abgegangen sind, waren doch recht außergewöhnlich. Wenn man in diesem Gebiet wandern geht, kann man es deutlich sehen, obwohl schon den ganzen Sommer aufgeräumt wurde: Dort, wo früher nichts als Wald war, sind nun nur noch Baumstümpfe übrig. Letzten Winter wurden in Innsbruck im Bereich Mühlau Sicherheitswarnungen ausgesprochen – eine angespannte Lage, und wer sich die kahlen Striche auf der Nordkette anschaut, weiß auch warum. 5.000 Kubikmeter Schadholz hat die Stadt Innsbruck bis jetzt aufgearbeitet.

Sanierung

Dieses Jahr sind die Sanierungen der Lawinenverbauung auf der Arzler Alm in vollem Gange. Die sogenannte Bremsverbauung besteht aus insgesamt zehn Bremshöckern, vier gemauerten Querdämmen und vier Erddämmen. Diese Bremsverbauung soll einerseits sicherstellen, dass für Großlawinen noch Platz im Lawinenauffangdamm besteht und außerdem die Lawinen verlangsamt werden. Die Bremsverbauung muss regelmäßig saniert werden, da sie jährlich von mehreren Lawinen getroffen wird. Im September 2019 begann die Gebietsbauleitung Mittleres Inntal der WLV (Wildbach- und Lawinenverbauung) vor Ort. „Die Projektkosten liegen bei 623.000 Euro, die sich Bund, Land Tirol und Stadt Innsbruck zu jeweils einem Drittel teilen“, so Gebietsbauleiter Josef Plank. "Im ganzen Land wird von der Wildbach- und Lawinenverbauung, den Waldbesitzern und dem Forstdienst nach den Schadereignissen im heurigen Winter und im vergangenen Herbst mit Hochdruck an der Instandsetzung oder Neuerrichtung von Schutzbauten sowie der Aufarbeitung und Wiederaufforstung der Waldschäden gearbeitet. Unser Ziel ist es, die Schutzfunktion unserer Wälder und technischen Verbauungen rasch wiederherzustellen. Dafür investieren Land, Bund und Interessenten in den nächsten Jahren 42 Millionen Euro", berichtet der für Katastrophenschutz zuständige LHStv. Josef Geisler.

Lawinen

Bei der am 18. Oktober 2019 von der WLV veranstalteten Exkursion zur Arzler Alm und der dortigen Lawinenverbauung spricht auch Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler von der permanenten Bedrohung durch Lawinen in den Alpen und dass es durch den Klimawandel nicht einfacher werden wird. Gebietsbauleiter Josef Plank betont, dass Innsbruck die einzige Hauptstadt mit Lawinengefährdung sei und verweist auf die Relevanz von Schutzmaßnahmen. Sollte man im Herbst nicht fertig werden, geht es im Frühjar weiter.

Nähere Infos finden Sie hier.

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