Kuchen für alle
Ho & Ruck feiert erfolgreiche Renovierung

20. Jubiläum von Ho&Ruck
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INNSBRUCK. Bald ist es soweit: Am 22. September feiert Ho & Ruck die erfolgreiche Renovierung der ehemaligen Lodenfabrik sowie den Einzug, der bereits vor 20 Jahren erfolgte. Seither hat sich enorm viel getan.

Was mit einer tristen Ruine begann, wurde zur Erfolgsgeschichte gemeinsamer Anstrengung und Improvisation. Vor genau 20 Jahren übersiedelte das gemeinnützige Unternehmen Ho & Ruck in die ehemalige Lodenfabrik. Zuvor hat die Belegschaft das desolate Gebäude eigenhändig renoviert. Zwölf Monate lang. Zum 20-jährigem Bestehen der Fabrik gibt es zwar keine große Feier, dafür aber köstlichen Kuchen und ein riesengroßes Dankeschön an alle Unterstützer und Kunden.


„Als gemeinnütziges Unternehmen retten wir mit Hilfe unserer Warenspender jährlich eine Million kg (ja, tatsächlich 1.000.000 kg) Waren vor ihrem Ende auf der Müllhalde. Gleichzeitig ermöglichen wir rund 90 Menschen, die zuvor beruflich nur schwer Fuß fassen konnten, den Weg zurück ins Arbeitsleben zu finden – Jahr für Jahr. Denn unser Erfolg ist der Erfolg aller, die es gut und richtig finden, Menschen eine 2. Chance zu geben – indem sie Dingen eine 2. Chance geben und ihre guten Sachen für die gute Sache spenden.“

WANN? Mittwoch, 22. September, 14 Uhr
WO? Ho & Ruck, Haller Straße 43

Zweite Chance

Es ist leicht, plötzlich ohne Arbeit dazustehen. Viel leichter als man denkt. Wenn der Arbeitgeber Konkurs anmelden muss, zum Beispiel, oder wenn gesundheitliche Probleme verhindern, dass man 120 Prozent Leistung bringt, Tag für Tag. Und es kann sehr schwer sein, wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Oft genügt es bereits, jenseits der 50 zu sein. Je länger die Arbeitssuche dann dauert, desto hoffnungsloser wird sie. Und desto belastender der Alltag. Eine Spirale, die alleine oft nicht zu bewältigen ist. Wir alle brauchen manchmal Hilfe. Menschen, die lange vergeblich Arbeit suchen, brauchen diese Hilfe in Form einer Chance, bei der sie zeigen – und erleben – können, dass sie viel zu geben haben. Bei Ho&Ruck finden Menschen diese Chance.

Aus Alt wurde Neu

Heute ist das Ho & Ruck an der Haller Straße eine Institution in Innsbruck. Der Umzug in die neuen Räumlichkeiten direkt an eine der meist befahrenen Straßen Innsbrucks sollte das ändern. Das war der Plan. Als das Unternehmen im Jahr 2000 beschloss, das verfallene Gebäude anzumieten, hatte die ehemalige Lodenfabrik sechs Jahre leer gestanden. Das Widerherstellungsprojekt brauchte jede Menge Optimismus und Phantasie. Denn es gab kein einziges Fenster, keine funktionierende Infrastruktur für Wasser, Gas oder Strom – und ein minimales Budget für die Renovierung. Dafür waren die Löcher in der Decke groß genug, um nach jedem Regen auf nassen Böden zu stehen.

Improvisation war gefragt

Von Anfang an war klar, dass das Unternehmen die Renovierung durch Eigenleistung stemmen musste. Improvisationstalent hatte man in den 17 Jahren des Bestehens bereits bewiesen. Nun folgte die Bewährungsprobe im großen Stil: eine 1.500 m2 große Baustelle. Die Kunden merkten von alldem nichts. Denn der „eigentliche“ Betrieb wurde am alten Standort während der gesamten Umbauzeit weitergeführt. Bis zum großen Umzug im Sommer/Herbst 2001. Es war geschafft! Was 1984 als kleines Sozialprojekt in den Viadukt-Bögen begann, stand nun von weither sichtbar an der Haller Straße.

Für die gute Sache

Heute – 20 Jahre nach der Übersiedlung und 37 Jahre nach der Gründung – finden im Ho & Ruck pro Jahr 90 Menschen, die lange vergeblich Arbeit gesucht haben, die Chance den Schritt zurück ins Berufsleben zu schaffen. Zusätzlich werden pro Jahr 1000 Tonnen – oder, weil es so schön eindrucksvoll ist: 1 Million kg – an Waren in den ReUse-Kreislauf zurückgebracht, statt im Müll zu landen. Ermöglicht wird das alles durch die Förderpartner des Ho & Ruck, das AMS, das Land Tirol und die Stadt Innsbruck und die vielen Unterstützer und treuen Kunden des Ho & Rucks – und durch ein Team, das eine Ruine in seinen Unternehmenssitz verwandelt, um ihn anschließend zu hegen und zu pflegen. Bis heute – und für zumindest 20 weitere Jahre für die gute Sache.

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