Handel steht vor großen Herausforderungen
Innenstadtverein fordert autofreien Bozner Platz

Bozner Platz: Denkmal und Brunnen sollen bleiben,  ansonsten alles neu und Autofrei.
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  • Bozner Platz: Denkmal und Brunnen sollen bleiben, ansonsten alles neu und Autofrei.
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INNSBRUCK (hege). Die jährliche Generalversammlung des Innenstadtvereins nehmen Obmann Thomas Hudovernik und Obmannstellvertreter Ulrich Miller zum Anlass, ihre Schwerpunkte und Forderungen der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Handel in der Innenstadt steht vor großen Herausforderungen

Einkaufen im Internet ist eine Tatsache, das unterstreichen die Steigerungsraten von Online Einkäufen von bis zu 20% pro Jahr. Das ist eine Herausforderung für den gesamten stationären Handel und so auch für die Innsbrucker Innenstadt. Es treten vermehrt Leerstände auf, vor allem in B und C Lagen. Damit verliert die Innenstadt an Attraktivität, was auch für die Stadt als Touristendestination ein Problem ist.
Die Politik ist gefordert, einerseits steuerliche Chancengleichheit zwischen dem Online und dem stationären Handel herzustellen. Andererseits sind wir gegen eine Ausweitung von Handelsflächen an der Peripherie aber auch in der Stadt. Innsbruck ist jetzt schon im Spitzenfeld, was das Verhältnis von Handelsfläche pro Quadratmeter zu Einwohnern betrifft.

Aufenthaltsqualität und Verkehr

Die Verkehrs- und Raumplanung ist gefordert, in ihren Planungen im innerstädtischen Bereich verkehrsberuhigte Zonen und Aufenthaltsqualität zu schaffen, ohne die Erreichbarkeit einzuschränken. Das Verkehrsaufkommen wird insgesamt nicht weniger werden. Wir fordern, dass bei allen zukünftigen Planungen in der Innenstadt strikt nach dem Motto: „Ziel- und Quellverkehr statt Durchzugsverkehr“ gehandelt wird. Es erscheint nicht sinnvoll, dass Verkehrsteilnehmer Beispielsweise von Nord nach Süd den Weg mitten durch die Stadt wählen. Es wird aber notwendig sein, dass alle Verkehrsteilnehmer eine Garage einfach und direkt erreichen, aber nicht alle Garagen von allen Einfallsstraßen aus leicht anfahrbar sind.
Beispiel: Aus der Meinhard Straße kommend, ist über den Boznerplatz nur mehr die Zentralgarage erreichbar. Die Durchfahrt zur Landhausgarage (vor der Hypobank) wird beidseitig gesperrt. Die Befüllung und Entleerung der Landhausgarage erfolgt über die Salurner Straße. Somit wird die Zentralgarage zum bevorzugten Ziel aus der Hallerstraße und der Rhombergpassage kommend und die Landhausgarage zum Ziel der anreisenden vom östlichen Südring.
"Weiters regen wir an, dass die Verkehrsplanung prüft, ob es nicht zu einer starken Reduktion der Linksabbiegemöglichkeiten kommen sollte. Linksabbiegen stört den Verkehrsfluss zweifach!
Anwohner, arbeitende Menschen, Lieferanten sowie Kunden und Touristen sollen in die Stadt. Wer kein Ziel in der Innenstadt hat soll - von der Verkehrsplanung geleitet- Umfahrungen benützen.
Ein funktionierender öffentlicher Verkehr und ein ausgebautes Radwegenetz sind für uns eine Selbstverständlichkeit. "

Bozner Platz neu gestalten - Aufenthaltsqualität schaffen

Nach den letzten Umbauten in der Meraner Straße und der Wilhelm-Greil-Straße wäre der nächste logische Schritt die Neu-Gestaltung des Bozner Platzes. Als Einfallstor für tausende Pendler und Touristen vom Bahnhof kommend, hat der Platz enormes Potential.Eine möglichst rasche Ausschreibung des Architektenwettbewerbs durch die Stadt ist das Gebot der Stunde. Die Vorarbeiten wurden geleistet. Im Juni 2018 haben wir dem Stadtsenat ein Arbeitspapier, welches mit Steakholdern formuliert wurde, übergeben. Der Umbau des Platzes unter Einbeziehung von Unternehmern, Hauseigentümern und Anrainern ist die logische Konsequenz um die Aufenthaltsqualität zu steigern und eine Abwanderung von qualitativ hochwertigen Händlern und Gastronomen zu verhindern. Dadurch würde die Gegend enorm aufgewertet werden.
„Wir schlagen vor, den Bereich Wilhelm-Greil-Straße/Bozner Platz direkt vor der Hypo Bank für den Verkehr zu sperren und damit dem Durchzugsverkehr Einhalt zu gebieten. Zukünftig soll nur mehr der Ziel- und Quellverkehr in diesem Bereich unterwegs sein, um die Aufenthaltsqualität zu garantieren. Unsere Bitte an die Verkehrsplanung wäre, dies zu prüfen.“, so Thomas Hudovernik, Obmann des Innenstadtvereins.

Kundenbindungsinstrument gelbe Innenstadtkarte

Der Fortbestand der gelben Innenstadtkarte wurde im Dezember 2018 für mindestens 2 weitere Jahre in konstruktiven Verhandlungen mit Stadt und Garagenbetreibern erreicht. Das System wird seit März 2019 zur Gänze vom Innenstadtverein abgewickelt.Im Jahr 2018 wurde die Karte exakt 505.247-mal von Kunden verwendet, 111.255 wurden bei den IVB und 393.992 in den innerstädtischen Garagen eingelöst.
Der Verein stellt damit seinen Mitgliedern ein perfekt eingeführtes Kundenbindungsinstrument zur Verfügung und die Kunden der Innenstadt Geschäfte profitieren von einer halben Stunde Gratis-Parken oder einer kostenlosen Fahrt mit der IVB in der Kernzone 1.

Innsbrucker Innenstadt Geschenkkarte

In der zweiten Jahreshälfte 2019 wird ein Gutscheinkartensystem eingeführt, das die alte Innenstadt Geschenkmünze ersetzt. Auf Grund von neuen gesetzlichen Vorgaben werden dann die bekannten Plastikmünzen durch Gutscheinkarten ersetzt werden. Die bestehenden Münzen behalten auch nach Einführung der Karte ihren Wert und Kunden können damit weiter einkaufen.„Das neue Modell ist zukunftsfit, individuell von 10€ bis 150€ beladbar und äußerst benutzerfreundlich, sowohl für den Kunden als auch für den Unternehmer, bei dem das Guthaben eingelöst wird, “ sind Thomas Hudovernik und Ulrich Miller vom neuen System überzeugt.
Die Gutscheinkarte dient der Belebung und dem Halten der Kaufkraft in der Innsbrucker Innenstadt.
Engpässe und ausverkaufte Münzen, speziell in der Weihnachtszeit gehören dann der Vergangenheit an.

Bozner Platz: Denkmal und Brunnen sollen bleiben,  ansonsten alles neu und Autofrei.
Thomas Hudovernik, Obmann des Innenstadtvereins (re.)  und sein Stellvertreter Ulrich Miller bei der heutigen Pressekonferenz

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