AK Tirol Tipp
Kampf gegen unseriöse Aufsperrdienste

Seit Jahren warnen Konsumentenschützer der AK Tirol vor unseriösen Schlüsseldiensten und brachten viele Vorfälle zur Anzeige. Nun folgte die erste Verurteilung wegen Sachwuchers. Trotzdem ist weiter Vorsicht geboten, denn die dubiosen „Unternehmen“ bewerben ihre Dienste auch weiterhin im Internet.
  • Seit Jahren warnen Konsumentenschützer der AK Tirol vor unseriösen Schlüsseldiensten und brachten viele Vorfälle zur Anzeige. Nun folgte die erste Verurteilung wegen Sachwuchers. Trotzdem ist weiter Vorsicht geboten, denn die dubiosen „Unternehmen“ bewerben ihre Dienste auch weiterhin im Internet.
  • Foto: pixabay/multifacetedgirl – Symbolbild
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TIROL. Immer wieder nützen unseriöse Schlüsseldienste die Notlage von Betroffenen aus: Sie verlangen teilweise bis zu 1.600 Euro für das Öffnen einer Türe. Nun wurde der erste Schlüsseldienst verurteilt.

Warnung vor unseriösen Schlüsseldiensten

Seit Jahren schon warnt die Arbeiterkammer Tirol (AK) die TirolerInnen vor unseriösen Schlüsseldiensten. Dabei ist der Vorgang der Betrüger immer derselbe. Viele der Betroffenen haben, nachdem sie sich ausgesperrt haben, im Internet nach einem Schlüsseldienst in der näheren Umgebung gesucht. Dabei stießen sie auf eine bezahlte Anzeige mit Gratishotlines von von 24-Stunden-Schlüsselnotdiensten. Häufig kamen dann Mitarbeiter von einem deutschen Unternehmen. Diese bestanden auf Barzahlung der überhöhten Rechnungsbeträge. Teilweise wurden Summen bis zu 1.600 Euro gefordert. Zu allem Überdruss wurden die Türen oft nicht fachgerecht geöffnet und es entstand erheblicher Sachschaden.

Kampf gegen unseriöse Aufsperrdiente – hunderte Anzeigen

Seit Jahren kämpft die AK Tirol gegen diese unseriösen Schlüsseldienste. Sie informierte die Staatsanwalt Innsbruck über mehrere bekannt gewordene Fälle. Kürzlich wurde in einem derartigen Fall ein Urteil am Landesgericht Innsbruck gefällt: Der Angeklagte wurde wegen Sachwuchers zu einer teilbedingten Geldstrafe verurteilt. Weitere Gerichtsverfahren folgen. Allein in Tirol wurde in 20 weiteren Fällen Anklage erhoben. Österreichweit liegen rund 100 Fälle bei den zuständigen Gerichten.

So kann man sich vor unseriösen Schlüsseldiensten schützen

Auch wenn es ein Urteil gegen einen unseriösen Schlüsseldienst gibt, ist die Gefahr nicht gebannt. Aus diesem Grund gibt die AK Tirol Tipps, wie man sich vor so einen verbrecherischen Aufsperrdienst schützen kann.

  • Suchen sie gezielt nach heimischen Unternehmen in unmittelbarer Nähe.
  • Alle wichtigen Informationen bekommt man im Impressum auf der Homepage des Schlüsseldienstes. Hier bekommt man alle wichtigen Informationen zu Firmenname, Adresse und Telefonnummer
  • Bevor man die Hotline anruft, sollte man sich genau informieren, wer der jeweilige Anbieter ist und ob der Sitz des Unternehmens tatsächlich in Tirol ist.

Was soll man tun, wenn man schon einen unseriösen Schlüsseldienst beauftragt hat?

  • Sollte der Schlüsseldienst eine überhöhte Forderung stellen, sollte man die Barzahlung vor Ort verweigern und auf einer Rechnung bestehen. Rückforderungsansprüche lassen sich nur sehr schwer durchsetzen.
  • Man kann notfalls auch die Polizei anrufen.

Will man sicher gehen, auch tatsächlich einen heimischen Schlüsseldienstanbieter zu kontaktieren, hilft die Homepage der Tiroler Wirtschaftskammer weiter. Unter www.schluesseldienste-tirol.at findet man eine Liste der heimischen Aufsperrdienste.

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