Pavoillon-Diskussion
Kein Leerstand und Reisebusproblem

Kein Leerstand sondern kultureller Hochbetrieb: der Pavillon als politischer Dauerbrenner.
  • Kein Leerstand sondern kultureller Hochbetrieb: der Pavillon als politischer Dauerbrenner.
  • Foto: HeartofNoise
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Der Pavillon sorgt für politische Bewegung. So manche Redensart bei der aktuelle Diskussion über den Würfel, wie beispielsweise "Die Diskussion dreht sich im Kreis" oder "manch Politiker hüpft im Dreieck", scheint nicht unpassend zu sein. Es wird an die vielen Kulturevents erinnert, der Alpin-Hub ins Spiel gebracht und der Zusammenhang mit der Reisebusproblematik erklärt. Eine Aufklärung zum Thema wird es wohl erst im Gemeinderat geben.

Kein Leerstand

Besonders verwundert zeigt sich die Innsbrucker Kunstszene über den Verlauf der Diskussion. Der Pavillon steht nicht leer, sondern wird für viele kulturelle Veranstaltungen genutzt. So sorgte das Heart of Noise-Festival für viel Bewegung auf dem Landestheatervorplatz, davor sorgte das "Alles Gute Festival" für kulturelle Highlights. "Sehr schick und ordentlich viel los für ein seit Jahren leerstehendes Gebäude", ist auf der Facebookseite des HeartofNoise-Festivals zu lesen. "Seit knapp zwei Jahren besuchen und genießen wir Ausstellungen, Konzerte und Installationen in der Kunstgalerie 'Reich für die Insel' und haben hier auch Sachspenden für Menschen in Flüchtlingscamps und Erdbebenopfer bei den Wochenenden für Moria gesammelt", erklärt Marco Frei, Kultursprecher und Ersatzgemeinderat der Alternativen Liste Innsbruck zur Nutzung des Pavillons seit dem Auszug der Gastronomie. Wobei: die kulturelle Nutzung ist nur ein Prekarium, das jederzeit kündbar ist.

Alpin-Hub

Vizebgm. Johannes Anzengruber widerspricht in einer Aussendung den Aussagen von Christine Oppitz-Plörer. Die Wirtschaftsstadträtin behauptet, dass Grüne, ÖVP und SPÖ den Würfel inhaltlich ja „bereits anderweitig verplant“ hätten und dies auch am 22. Juli im Stadtsenat beschlossene hätten, das Stadtblatt hat dazu berichtet. „Das stimmt so nicht. Laut Auskunft von Walter Zimmeter von der MA II, die für Planung, Baurecht und technische Infrastrukturverwaltung zuständig ist, gibt es keine Beschlüsse dazu. Das im Plan des Reisebuskonzeptes eingezeichnete Leitsystem ist genau auf die Nutzung des Pavillons als Alpine Hub ausgelegt. Das kann aber Stadträtin Oppitz Plörer nicht wissen, da sie bei der Steuerungsgruppe Reisebusleitsystem nicht dabei war. Dazumal, also kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie, war der Tourismusverband Innsbruck noch an der Umsetzung des Alpine Hubs im Pavillon interessiert. Also genau für den Alpine Hub abgestimmt“, informiert Anzengruber über seine Sicht der Faktenlage.

Kein Zuschussbetrieb

„Mir ist wichtig, dass der Pavillon nicht länger leer steht und rasch wieder sinnvoll genutzt wird. Klar muss auch sein, dass die Nachnutzung des Würfels zur Alpin-Urbanen-Marke passen muss. Es darf definitiv kein Zuschussbetrieb sein, sondern die Stadt soll durch die Miete oder Verpachtung Einnahmen lukrieren. Die Stadt Innsbruck hat bis dato bereits über € 200.000,- an Einnahmen verloren, ein absolutes No-Go. Daher bleibe ich dabei. Ungenützt ist das der teuerste Würfel der Welt“, so Anzengruber.

Reisebusleitsystem

„Durch das Minderheitenvotum im Sommer-Stadtsenat verzögert sich leider die Weiterentwicklung des Reisebusleitsystems. Durch die Verzögerung verliert der TVB wichtige Zeit, um für das Umsetzungskonzept als Betreiber weiter arbeiten zu können. Eines ist nämlich fix: Viel Zeit für die Lösung des Reisebusproblems bleibt nicht mehr, da im Oktober 2022 der derzeitige Busparkplatz bei der Sowi nicht mehr zu Verfügung stehen wird“, mahnt Anzengruber zur Eile. Über die Probleme des Leitsystems, vor allem die offene Finanzierung, hat das Stadtblatt hier berichtet.

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