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ERWIN, DEIN OMBUDSMANN
Kinderbetreuungsgeld: Das sollten Sie wissen

AK Präsident Erwin Zangerl: „Gemeinsam schaffen wir‘s!“
  • AK Präsident Erwin Zangerl: „Gemeinsam schaffen wir‘s!“
  • Foto: AK Tirol
  • hochgeladen von AK Tirol

Vor wenigen Wochen ist Caroline zum ersten Mal Mutter geworden. Die Familie freut sich riesig über den kleinen Simon. „Aber die ganzen  Bestimmungen, die bei Schwangerschaft und Geburt zu berücksichtigen
sind, die sind schon recht verwirrend. Zum Glück konnte ich mich schon
während der Schwangerschaft bei der AK informieren, das hat mir sehr geholfen“, bedankt sich Caroline bei Ombudsmann Erwin Zangerl herzlich.

Überstunden & Co.

„Jetzt aber habe ich gehört, dass auch Überstunden und Sonn-und
Feiertagsentgelte Auswirkungen auf das Wochengeld haben und in der Folge auch auf das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld“, sagt
die junge Mutter. „Diese Regelung müsste doch auch mich betreffen. Schließlich habe ich in meinem Beruf immer wieder Überstunden gemacht und ich habe mich für das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld
entschieden. Was muss ich jetzt beachten?“

OGH-Entscheidung

„Es gibt ein aktuelles OGHUrteil zu diesem Thema, und die AK informiert die Familien gerade über die Auswirkungen, damit die Betroffenen zu ihrem Recht kommen“, berichtet AK Präsident Zangerl. Laut der OGH-Entscheidung müssen bei der Berechnung des Wochengeldes auch jene Überstunden berücksichtigt werden, die vor der Meldung einer Schwangerschaft regelmäßig geleistet wurden, sowie die Sonn- und  Feiertagsentgelte. Wer in der Folge einen positivenBescheid erhält und damit Anspruch auf ein erhöhtes Wochengeld hat, dem steht prinzipiell
auch ein höheres Kinderbetreuungsgeld zu. – Denn das Wochengeld
ist Berechnungsgrundlage für das einkommensabhängige
Kinderbetreuungsgeld, das 80 Prozent des Wochengeldes ausmacht
– maximal jedoch 66 Euro pro Tag. Allerdings entsteht dieser Anspruch auf ein höheres Kinderbetreuungsgeld nicht automatisch!

Anspruch erlischt nach 14 Tagen

Vielmehr muss binnen 14 Tagen ab Erhalt der Mitteilung über den höheren Wochengeldanspruch ein weiterer schriftlicher Antrag für die Neuberechnung des Kinderbetreuungsgeldes erfolgen. „Wer die Frist versäumt, verliert den Anspruch auf Neuberechnung“, warnen die Sozialrechtsexperten der AK Tirol.

Rückwirkende Neuberechnung

So geht’s:

  • Verlangen Sie von Ihrem Arbeitgebereine korrigierte Arbeits-
    und Entgeltbestätigung.
  • Der Antrag auf rückwirkende Neuberechnung des Wochengeldes
    muss bei der jeweiligen Krankenkasse schriftlich eingebracht
    werden. Achtung: Der Beginn des Wochengeldbezuges darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen! 
  • Sobald die positive Mitteilung über den höheren  Wochengeldanspruch vorliegt, muss binnen 14 Tagen ein  gesonderter Antrag auf Neuberechnung des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes bei der jeweiligen Krankenkasse eingereicht werden.

Bei Fragen helfen die AK Sozialrechtsexpertenunter 0800/22 55 22 - 1616.

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