Saisonal und regional
Klinik Innsbruck setzt auf regionale Lebensmittel

Großküchenprämierung Agrarmarketing Tirol: Josef Geisler (LH-Stellvertreter), Roland Eberl (Stv. Küchenleiter), Markus Wille (Leiter Wirtschaftsbetriebe), Josef Lindner (Küchenleiter) und Matthias Pöschl (AMTirol Geschäftsführer)
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  • Großküchenprämierung Agrarmarketing Tirol: Josef Geisler (LH-Stellvertreter), Roland Eberl (Stv. Küchenleiter), Markus Wille (Leiter Wirtschaftsbetriebe), Josef Lindner (Küchenleiter) und Matthias Pöschl (AMTirol Geschäftsführer)
  • Foto: AMTirol
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INNSBRUCK. Zum dritten Mal in Folge wurde die Klinik Innsbruck von Agrarmarketing Tirol für ihren Einsatz regionaler Lebensmittel ausgezeichnet.

Ob Gemüse, Milch oder Brot – als größter regionaler Abnehmer legt die Innsbrucker Klinik großen Wert auf den Ursprung der verwendeten Lebensmittel. Aus diesem Grund wurde sie bei der Großküchenprämierung von Agrarmarketing Tirol heuer erneut für den Einsatz regionaler Lebensmittel ausgezeichnet.

Saisonal und regional

„Die Landwirte kennen unseren Bedarf und kaufen dementsprechend das Saatgut ein. Für uns ist das eine Win-win-Situation: Einerseits unterstützen wir die Tiroler Landwirtschaft, andererseits hat es auch für uns Vorteile, da wir verlässlich gute Qualität erhalten, Einfluss auf die angebauten Produkte haben und unsere Menüplanung flexibel daran ausrichten können. Und schließlich geht es auch um Nachhaltigkeit: Kurze Transportwege, weniger Abfall und frische Lebensmittel, das macht Sinn“, erklärt Markus Wille, Leiter der Wirtschaftsbetriebe.
Das Gemüse variiert saisonal, das heißt auch den Teller kommt was gerade reif ist. Dabei geht das Frischgemüse nicht erst über einen Händler, sondern wird direkt an die Zentralküche geliefert. Der Salat, der noch früh morgens am Feld gepflückt wurde, wird ein paar Stunden später bereits serviert. Vorher wird das Gemüse aber noch von drei Mitarbeiterinnen in der Küche geputzt und geschnitten. Und das Schöne: Unnötige Plastikverpackungen fallen weg.

Milch, Nudeln und Brot von heimischen Unternehmen

Jährlich verbraucht die Klinik 155 Tonnen Milch und Milchprodukte – auch sie kommen zu 100 Prozent aus Tirol. Um den Abfall gering zu halten, wird die Milch in 10-Liter-Kübeln angeliefert. Die Behälter werden gereinigt und dem Anbieter zurückgebracht. Auch Nudeln und Brot kommen ausschließlich von Tiroler Unternehmen. Aus den Brotresten, die in der Küche zu viel anfallen, wird Knödelbrot oder Schwarzbrotsuppe gemacht. Ein weiterer Zukunftstrend: Weniger Fleisch ist die Devise.

Täglich rund 5.000 Mahlzeiten

Bereits in den frühen Morgenstunden geht es für das 140-köpfige Küchenteam an der Klinik Innsbruck los: Unter der Leitung von Josef Lindner und Roland Eberl wird geschnippelt, gerührt und gebraten, um für PatientInnen und Personal abwechslungsreiches Essen zu produzieren. Frühstück, Jause, 3-gängige Mittags- und bedarfsgerechte Abendmenüs – und das in unterschiedlichen Kostformen oder in Abstimmung mit der Diätberatung. Pro Tag werden rund 4,5 Tonnen Lebensmittel verarbeitet. Durchschnittlich verlassen täglich 5.000 Essen unsere Küche, etwa 1.800 davon sind für unsere MitarbeiterInnen.

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