KOMMENTAR: "Neue Regeln, um den Mangel zu verwalten"

von Stephan Gstraunthaler
sgstraunthaler@bezirksblaetter.com

Die angedachten Änderungen im Landespolizeigesetz, welche eine teilweise Liberalisierung der Sexarbeit mit sich bringen sollen, werden an den existenten Problemen kaum etwas ändern. Denn die geplante Reform, von einigen Kritikern spöttisch "Lex Mitterweg" genannt (nach jenem Straßenzug in Innsbruck, in dem sich der Straßenstrich derzeit konzentriert), kann über das Hauptdilemma nicht hinwegtäuschen – das mangelnde Personal der Polizei. In etlichen Bereichen zeigt sich, dass der Personalabbau bei der Exekutive, welcher in den vergangenen zehn bis 15 Jahren durchgeführt wurde, eine Fehlentscheidung war. Gerade im Kampf gegen organisiertes Verbrechen – dazu zählen auch Menschenhandel und Prostitution – braucht es die entsprechenden personellen Ressourcen. Denn an Engagement, Qualifikation und Fachwissen fehlt es den Beamten, die derzeit in diesen Bereichen Dienst tun, nämlich sicher nicht. Ihr Problem ist eher, dass auch ihr Tag nur 24 Stunden hat.

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