Kommentar: "Silvesternacht" als Umdenkchance

Von Agnes Czingulszki
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2017 hat schon das Wort "Silvesternacht" einen faden Beigeschmack. Es ruft Assoziationen mit sexuellen Übergriffen hervor, die Asylwerber, Flüchtlinge, Ausländer und Co. in Köln, Innsbruck und Graz begangen haben. Täter gehören gestraft: Das stellt niemand in Frage. Auffallend in der ganzen Diskussion ist nur, worauf der Fokus liegt: Ausländer. Dabei kommt Missbrauch am häufigsten in der Familie oder im Bekanntenkreis vor. Also auch bei Einheimischen. Das Problem wird von der falschen Seite aufgezäumt. Eigentlich geht es darum, dass Frauen heute noch sexuellen Verbrechen ausgesetzt sind und ihnen in ihrer Umgebung kaum Verständnis entgegengebracht wird. Behörden zeigten in der Vergangenheit wenig Fingerspitzengefühl gegenüber Missbrauchsopfern und auch die Gesellschaft – mit ihrer "zu kurzer Rock"-Mentalität – stigmatisiert Frauen, die zum Opfer werden. Nun ist das Thema auf der Agenda und damit die Chance für Umdenken. Zu wünschen ist, dass "Silvester 2016" künftig einmal als Umbruchzeitpunkt für mehr gesellschaftliche Gerechtigkeit stehen wird.

Von Agnes Czingulszki
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Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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