Was gegen die Angst hilft
Lasst euch nicht unterkriegen: Tipps gegen die Angst

Körperlichen Abstand halten, aber trotzdem zusammenbleiben: telefoniert miteinander, auch per Video, oder schreibt euch.
  • Körperlichen Abstand halten, aber trotzdem zusammenbleiben: telefoniert miteinander, auch per Video, oder schreibt euch.
  • Foto: Sarah Kastner Fotografie / mev.de
  • hochgeladen von Nadine Isser

Humor, soziale Kontakte und Struktur: Gegen Sorgen und Angst kann man aktiv vorgehen.

Es ist eine Ausnahmesituation, in der wir uns momentan befinden. Da können sich auch Ängste, Sorgen und Unsicherheiten breit machen. Das ist von vornherein nicht unbedingt etwas Schlechtes: Als Alarmsignal setzen und diese Gefühle auch in Handlungsbereitschaft. Doch sollte man sich von als negativ erlebten Gefühlen auch nicht unterkriegen lassen. Deshalb hier ein Leitfaden, wie man trotz der Situation die Hoffnung nicht verliert und psychisch stabil bleibt. Die Empfehlungen kommen von Pia Andreatta (assoz. Prof. Dr. Universität Innsbruck, Krisen- und Notfallpsychologin), Barbara Juen (Univ. - Prof. Dr.; Leitende Krisen- und Notfallpsychologin, Universität Innsbruck und Karin Unterluggauer (Mag. Landesrettungskommando Salzburg) und vom Berufsverband Österreichischer PsychologInnen:

  • Informiert euch gezielt: Sucht nicht den ganzen Tag planlos im Netz, sondern informiert euch zu bestimmten Zeiten (und nicht zu oft!) über seriöse Medien und behördliche Berichterstattung: Zum Beispiel auf den (Facebook-)Seiten der Stadt Innsbruck oder des Landes Tirol.
  • Sozialer Kontakt: Telefoniert mit euren Freunden und Verwandten. Noch besser: Videotelefoniert! Sprecht dann auch nicht nur über das Virus, sondern auch über andere Themen. Man kann auch über Videokonferenzen Sekt- oder Bierpartys machen.
  • Macht Dinge, die euch „runterbringen“ und Spaß machen: Bewegung (zum Beispiel über Youtube-Videos), Musik hören oder machen (jetzt wäre auch die Gelegenheit ein Instrument zu lernen), bringt eure Wohnung auf Vordermann: räumt auf, sortiert, näht endlich mal die Knöpfe an, streicht die Wand, stellt eure Möbel um. Seid kreativ: Malt oder schreibt etwas. Beschäftigt euch mit etwas Positiven!
  • Bringt Struktur in euren Alltag: Rituale über den Tag verteilt können Struktur in den Tag bringen, geht auch zur gewohnten Zeit schlafen und steht zur gewohnten Zeit auf. Gerade für Kinder ist das auch sehr wichtig. Überlegt euch, was ihr wann erledigen wollt und gönnt euch auch „Freizeit“. Je genauer ihr eure Tage plant, desto besser, denn das gibt Sicherheit!
  • Gefühle akzeptieren: Rasch wechselnde Emotionen sind normal in Krisensituationen. Von Hilflosigkeit, Angst, bis zur Wut, Ärger oder Gefühlen von Sinnlosigkeit und Leere können viele Emotionen in Erscheinung treten und rasch wechseln. Alte Konflikte können auftreten. Trefft derzeit keine gravierenden Entscheidungen!
  • Lachen ist gesund: Humor ist erlaubt! Humor kann ein starkes Mittel gegen Hoffnungslosigkeit sein. Lächeln und Lachen kann Erleichterung bringen.
  • Aktiv bleiben: Gerade jetzt ist es wichtig, sich immer wieder abzulenken und sich etwas Gutes zu tun. Endlich Zeit für: Handarbeiten, Basteln, Handwerken, Kochen, einen guten Film ansehen, eine Serie anschauen, Spiele, Puzzles,…
  • Sprecht euch Mut zu: Man sich einzeln oder auch in der Familie überlegen, was einem Mut macht. Aktiviert eure Ressourcen! Schreibt es euch auf!
  • Innere Ressourcen: Die eigenen Stärken nicht aus den Augen verlieren: In Krisensituationen wird das Augenmerk ganz automatisch auf Ängste, auf das Negative, das „was nicht funktioniert“ gelenkt. Um dabei immer wieder einen Ausgleich im psychischen Befinden herzustellen, ist es notwendig, ganz bewusst das Gute, Gelingende, meine/unsere Stärken in den Blick zu nehmen!
  • Wie man Ressourcen aktiviert: Innere Ressourcen sind alles, was ihr an positiven Erfahrungen im Leben schon gemacht habt: Ihr habt bisherige Probleme auch überwunden – erinnert euch daran, wie ihr das gemeistert habt! Das sind eure Kraftquellen, aktiviert und nutzt sie.
  • Begrenzt das Grübeln: Zu viel Grübeln ist nicht gut, das verursacht noch mehr Stress. Überlegt euch vorher schon einen Plan, was ihr machen könnt, wenn ihr ins Grübeln kommt. Vielleicht einen Kuchen backen?
  • Entspannt euch: Entspannungsübungen reduzieren Ängste, denn man kann sich nicht gleichzeitig sorgen und entspannen. Im Internet gibt es Anleitungen für Übungen, wie zum Beispiel die progressive Muskelentspannung.

Und das allerwichtigste:

  • Denkt daran: Auch diese Situation wird wieder vorbeigehen. Es ist wichtig zu verstehen, dass der COVID-19-Ausbruch unweigerlich vorübergehen wird. Schützt euch, haltet Abstand, wascht euch die Hände - nutzt die einfachen Möglichkeiten, um euer Erkrankungsrisiko zu vermindern. Und überlegt euch schon mal, was ihr machen möchtet, wenn wir das durchstanden haben (:

Hier einige Links zum Zeitvertreib:
https://quarantain.de/
Gratis Ausmalbücher: http://www.openculture.com/?p=1061067
Fitness täglich um 18:00 Uhr: https://www.instagram.com/basefive_/

Und hier kann man sich hinwenden, wenn man Sorgen hat:
Helpline 01/504 8000, helpline@boep.or.at

Autor:

Nadine Isser aus Innsbruck

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