Schneesituation in Tirol
Lawinenwarnstufe wird bis Ende der Woche auf Stufe 4 bleiben

Eine vorübergehende Wetterberuhigung ist für Freitag vorhergesagt
  • Eine vorübergehende Wetterberuhigung ist für Freitag vorhergesagt
  • Foto: Andrea Sternberg
  • hochgeladen von Alexander Schguanin

Heute Vormittag wurde im Innsbrucker Landhaus die aktuelle Schneesituation in Tirol und die darin resultierende Lawinengefahr besprochen. Anwesend waren Experten der Landeswarnzentrale, des Lawinenwarndienstes sowie der Leitstelle Tirol.

„Wir haben die Lage weiterhin voll im Griff und sind auf alle Eventualitäten vorbereitet. Es stehen nach wie vor mehrere Hubschrauber zur Verfügung, einige Erkundungsflüge konnten schon abgearbeitet werden“, berichtet Marcel Innerkofler, Leiter der Landeswarnzentrale und führt fort: „Für uns sind derartige Situationen nicht überraschend und auch nicht sonderlich besorgniserregend. Wir sind sehr gut aufgestellt und haben gemeinsam mit dem Bundesheer, der Polizei und weiteren Einsatzkräften alle Vorkehrungen getroffen.“

Weiterhin große Lawinengefahr

Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol informiert über die weitere Entwicklung der Lawinenwarnstufe aufgrund der jüngsten Wetterkarten: „Vom Gebiet Silvretta, Arlberg, Außerfern, Nordalpen bis zu den Kitzbüheler Alpen kann bis Donnerstagmorgen bis zu ein Meter Schnee fallen, und das gepaart mit stürmischem Wind. Wir werden dadurch weiterhin eine große Lawinengefahr, also die Stufe 4, zu verzeichnen haben. Das Positive ist aber, dass der Schneedeckenaufbau in Summe relativ stabil ist. Daher ist es auch derzeit recht unwahrscheinlich, dass außergewöhnlich große Schneemassen in Bewegung geraten", so Patrick Nairz vom Lawinenwarndienst Tirol,

Keine Freizeitaktivitäten abseits der gesicherten Piste

Um andere und sich selbst nicht in Gefahr zu bringen wird davon abgeraten, abseits der gesicherten Pisten oder Wege Skitouren oder sonstige Freizeitaktivitäten durchzuführen.

Eine vorübergehende Wetterberuhigung ist für Freitag vorhergesagt. 

Schneelasten grundsätzlich kein Problem für Wohnungsdächer

„Grundsätzlich sind Haus- und Wohnungsdächer in Tirol so gebaut, dass gewisse Schneelasten für sie kein Problem darstellen. Sollten BürgerInnen aber dennoch unsicher sein, sollen sie sich bitte an ihre jeweilige Gemeinde wenden, die einen Kontakt zu entsprechenden BautechnikerInnen herstellen kann“, so Bernd Noggler, Geschäftsführer der Leitstelle Tirol.

„Nur wenn Gefahr in Verzug vorherrscht, soll der Feuerwehrnotruf 122 gewählt werden", so Noggler abschließend.

Mehr zum Thema
Schneechaos: Was passiert, wenn ich nicht rechtzeitig zur Arbeit kommen kann?

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen