"Man ekelt uns raus"

Die Bewohner einer ÖBB-Anlage gegenüber das Westbahnhofs sind sauer. Niemand sagt ihnen, wie es im Herbst weitergeht.
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  • hochgeladen von Stephan Gstraunthaler

"Haben wir im Herbst noch ein Dach über dem Kopf?" Diese Frage wurmt die Bewohner einer ÖBB-Anlage.

Sie sind sozusagen die letzten Standhaften: Jene handvoll Menschen – insgesamt neun Parteien – die noch in der ÖBB-Wohnanlage am Südring zwischen Sonnenburgstraße und Andreas-Hofer-Straße leben. Die Bahn hat das Areal unlängst an die ZIMA verkauft. Im Oktober sollen das Grundstück und die Gebäude darauf endgültig den Besitzer wechseln. "Was dann passiert, weiß niemand von uns", ärgern sich die wenigen verbliebenen Bewohner. "Weder die ÖBB noch der neue Eigentümer haben uns informiert wie es weitergehen wird. Werden wir rausgeschmissen? Zwangsdelogiert? Wird uns das Gebäude vor der Nase abgerissen? Wir haben keine Information", kritisieren die Bewohner.

Areal verkommt zusehends

Eines wissen die Anwohner aber mit Sicherheit. Ihre Wohnanlage, die einst einen Preis für "einen der schönsten Innenhöfe der Stadt" bekommen hat, verkommt zusehends. "Die ÖBB machen nur mehr das absolut Notwendigste. Sogar Schäden werden – wenn überhaupt – nur provisorisch repariert. Inzwischen dienen unsere Häuser sogar als Drogenbunker, weil sie derart verlassen und desolat sind. Erst auf Druck der Polizei wurden die Eingänge und Fenster vernagelt. Wir haben das Gefühl, man will uns hinausekeln", sind sich die Mieter einig.

Bahn verspricht Information

"Von 'hinausekeln' kann überhaupt keine Rede sein", beteuert ÖBB-Sprecher Rene Zumtobl. "Natürlich tätigen wir auf dem Areal jetzt keine großen Investitionen mehr, aber die wichtigsten Arbeiten werden selbstverständlich erledigt", so der Unternehmenssprecher. Was den Informationsmangel gegenüber den verbliebenen Mietern angeht, verspricht Zumtobl aber rasche Abhilfe zu schaffen. "Es wird noch im Juli eine umfangreiche Information an alle verbliebenen Bewohner geben, in der wir die weiteren Schritte darlegen", verspricht der Angestellte der Bundesbahnen.

Autor:

Stephan Gstraunthaler aus Innsbruck

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