Coronavirus
Markthallenmieter fordern Mieterlass

Die Martkhalle zu Zeiten, als noch was los war.
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UPDATE: Auch Bgm. Georg Willi gibt ein Statement ab – Stundung ja, aber kein Mieterlass.

Weil es in der Markthalle zu weniger Kundenfrequenz kommt, bitten die Mieter, die noch mit ihren Ständen geöffnet sind, um einen Mieterlass.

INNSBRUCK. 60 bis 70 Prozent weniger Einnahmen haben aktuell die Standbetreiber in der Markthalle. Ohnehin ist es ungewöhnlich ruhig, wenn man durch das Gebäude geht. Die meisten Stände sind geschlossen – alle, außer die vom Lebensmittelhandel – und auch die Kunden bleiben immer mehr aus. Trotz Lieferservice und telefonischer Bestellmöglichkeit ist der Verlust, der durch die Maßnahmen der Regierung wegen des Coronavirus gefasst wurden, nicht aufzuholen. Einige Standbetreiber setzten daraufhin ein Schreiben an die Markthallenleitung und den Bürgermeister auf, in dem sie um Mieterlass oder Mietreduktion anfragen. Jene Betriebe, die jetzt schon geschlossen haben, müssen aktuell auch keine Miete zahlen, jene die an "vorderster Front stehen" – wie einer der Betreiber sagt, müssen allerdings die Miete zur Gänze berappen.

Aufsichtsrat tagt

Nun soll über die Möglichkeiten im Aufsichtsrat – bestehend aus Franz Pegger, Markus Stoll, Johannes Anzengruber, Helmut Buchacher und Armin Tschurtschenthaler – der Markthalle beraten werden. Ein Ergebnis liegt voraussichtlich Ende der Woche vor, wie Markthallenleiterin Edith Ettlmayr, bestätigt. "Aus gesundheitlicher Perspektive ist die geringe Kundenfrequenz erfreulich, jedoch aus wirtschaftlicher Sicht in einer unserer stärksten Zeiten eine Katastrophe. Die UnternehmerInnen sind gefordert alternative Vertriebskanäle aufzubauen. So bieten wir einen Liefer- und Abholdienst an. Details erfragen Sie auf unserer Homepage. Die Obst- und Gemüsehändler haben außerdem eine Basiskiste kreiert. Hierzu können die Kunden zusätzlich die vielen Köstlichkeiten der Markthalle bestellen", so Ettlmayr.

Stellungnahme des Bürgermeisters Georg Willi

"Wir verstehen die Sorgen aller Marktstandbetreiber*innen. Wir sind uns politisch einig: die Mieten werden jedenfalls gestundet. Nach der Krise werden wir schauen, wer wie viel Unterstützung braucht. Denn es gibt solche, die Null Geschäft haben und andere, die nur (stark) reduzierte Umsätze haben. Wir werden alles tun, dass die Markthalle ihr vielfältiges Angebot nach der Coronakrise sicherstellen kann. Wir werden zusammenhelfen, damit die Unternehmer*innen der Markthalle die Krise überstehen."

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