Mehr Sicherheit für die Landeshauptstadt

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INNSBRUCK. Seit vergangener Woche ist Martin Kirchler der neue Stadtpolizeikommandant von Innsbruck. Es wird nicht alles beim Alten bleiben und auch die Schwerpunkte sind schon gesetzt. Einer davon ist ein gesteigertes Sicherheitsgefühl für die InnsbruckerInnen.

Martin Kirchler fungierte in den vergangenen sechs Jahren schon als Stadtpolizeikommandant-Stellvertreter. Deshalb kenne er die Problembereiche der Stadt. Das höchste Ziel sei für ihn eine maximale Sicherheit der Innsbrucker Bevölkerung zu erreichen. Dafür gibt es einige Schwerpunkte für 2011.

Kampf gegen Nordafrikanerszene
Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität vor allem auf der Straße – vertreten durch die nordafrikanische Szene. „Die Suchtgiftszene ist im Stellenwert seit Jahren ganz oben. Gerade jetzt ist die Szene vermehrt unterwegs. Deshalb arbeiten wir mit massivem Kontroll- und Ermittlungsdruck gegen sie“, beschreibt Kirchler.

Einbrüche: Bürger aufklären
Ein weiterer Trend sind derzeit Einbrüche in Wohnungen und Geschäfte, deshalb setzt die Polizei dort auf Präventionsarbeit. „Erst vergangene Woche haben Beamte in Hinblick auf Ostern in Wohngebieten, wo es eher zu Einbrüchen kommt, nach offenen Fenstern oder Türen Ausschau gehalten. Sie haben dann an die betroffenen Wohnungstüren geklopft und Bürger informiert oder ein Infoblatt hinterlassen“, beschreibt Kirchler.

Einbrüche mittags oder nachts
Zu neuralgischen Zeiten, in denen Einbrüche passieren, setzt Kirchler vermehrt auf Streifen. Am Tag wird meist mittags oder am späten Nachmittag in Wohnungen eingebrochen. Nachts, meist nach Mitternacht, trifft es eher Geschäftslokale. Seit Jänner 2011 wurde 61-mal in Wohnungen bzw. Einfamilienhäuser und 67-mal in Gaststätten, Büro- und Geschäftsräume eingebrochen. Das ist eine leichte Steigerung gegenüber dem selben Zeitraum des Vorjahres.

Mehr Sicherheitsgefühl
Ein wichtiges Thema für Kirchler ist auch das Sicherheitsgefühl. Dieses will er vor allem mit mehr Fußstreifen erwirken. „Natürlich ist es das oberste Ziel, die Deliktszahl zu verringern, aber selbst mit fünffachem Personal könnte die Polizei nicht dafür sorgen, dass nichts mehr passiert. Wir hören aber immer wieder, dass eine Fußstreife für die Bürger Sicherheit bedeutet“, so Kirchler.

Strukturelle Änderungen
Neben den Schwerpunkten sind zudem strukturelle Änderungen ein Thema. „Wir werden uns gemeinsam bestimmte Aufgabenfelder anschauen und versuchen, uns zu verbessern und effizienter zu werden. Denn Stillstand ist ein Rückschritt“, weiß Kirchler.

Kurzfristige Trends
Immer wieder gibt es kurzfristige Problempunkte in der Stadt. In letzter Zeit treten lt. Stadtpolizeikdt. Kirchler beispielsweise vermehrt organisierte Bettler auf. „Da haben wir ein Verfahren eingeführt, um die Zeiten der Zustellung von Strafverfügungen zu reduzieren, wir können diese jetzt sofort zustellen. Die Strafverfügung wird nämlich erst nach Zustellung schlagend“, erklärt Kirchler. Früher war es eher Glückssache, die Bettler wiederzufinden.

Auch immer wieder wechselnd sind die Orte, wo sich Drogendelikte abspielen. War es früher der Rapoldipark, hat man die Situation dort seit Einführung der Schutzzonen im Griff. „Da wollen wir die Standards halten. Wir haben dort täglich mehrere Stunden Fußstreifen. Das sind aber eher kurzfristige Trends. Die Szene, die nach wie vor existiert, versucht immer irgendwo Fuß zu fassen. Wenn sie dann an anderen Orten gesichtet werden, reagieren wir natürlich schnell darauf“, so Kirchler.

Autor:

Verena Kretzschmar aus Innsbruck

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