Trinkwasserstollen
Millionenprojekt sichert unsere Trinkwasserversorgung

Aus dem Trinkwasserstollen der Mühlauer Quelle wird das Wasser naturbelassen in die Innsbrucker Haushalte geleitet. Die IKB investieren zwischen 15 und 20 Mil. Euro für die Sicherung der Wasserversorgung.
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  • Aus dem Trinkwasserstollen der Mühlauer Quelle wird das Wasser naturbelassen in die Innsbrucker Haushalte geleitet. Die IKB investieren zwischen 15 und 20 Mil. Euro für die Sicherung der Wasserversorgung.
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INNSBRUCK. Im aussergewöhnlichen Ambiente haben die IKB zur Pressekonferenz geladen. Wo sich sonst die Saunafreunde auf der Dachterrasse des Hallenbades Amraser Straße treffen, informieren die Stadt- und die IKB-Verantwortlichen über eines der "wichtigste Infrastrukturprojekte in den nächsten Jahren": die Absicherung der Trinkwasserversorgung der Stadt Innsbruck.

Trinkwasserversorgung

Mehr als 90 Prozent aller Innsbrucker Haushalte werden mit Trinkwasser aus der Mühlauer Quelle versorgt. Bevor das Quellwasser völlig naturbelassen in die Haushalte transportiert wird, sickert es mehr als zehn Jahre durch das Gestein der Nordkette und wird mit Mineralien angereichert. „Um diese Kostbarkeit für die nächsten Generationen zu bewahren, ist der Ausbau der Mühlauer Quelle von großer Bedeutung. So stellen wir sicher, dass Innsbruck langfristig mit dem hochwertigen Trinkwasser versorgt werden kann“, so IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller über eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der IKB der nächsten Jahre. "Das Trinkwasser in Mineralwasserqualität ist ein Geschenk für Innsbruck", betont Bürgermeister Georg Willi und meint weiter: „Viele andere Städte beneiden uns um die Trinkwasserqualität in Innsbruck. Die trägt nicht nur tagtäglich zur Lebensqualität für die Innsbruckerinnen und Innsbrucker bei, sie macht uns auch als Standort international attraktiv.“

Sicherung des heimischen Trinkwassers: Bgm. Georg Willi, IKB-VorstandsvorsitzenderHelmuth Müller, Vizebgm. Johannes Anzengruber, IKB-Geschäftsbereichsleiter Wasser Robert Gschleiner, IKB-Vorstandsdirektor Thomas Pühringer und Projektleiter Reinhold Gruber informieren über das Projekt.
  • Sicherung des heimischen Trinkwassers: Bgm. Georg Willi, IKB-VorstandsvorsitzenderHelmuth Müller, Vizebgm. Johannes Anzengruber, IKB-Geschäftsbereichsleiter Wasser Robert Gschleiner, IKB-Vorstandsdirektor Thomas Pühringer und Projektleiter Reinhold Gruber informieren über das Projekt.
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Zukunftsprojekt

Die Anlage an der Mühlauer Quelle besteht inzwischen seit mehr als 70 Jahren. IKB-Vorstandsdirektor Thomas Pühringer erklärt: „Die Baumaßnahmen sind wichtig, um die Anlage auf den neuesten technischen Stand zu bringen und das bestehende Stollensystem um den benötigten Quellstollen zu erweitern.“ Das Bauprojekt startet im Frühjahr 2022 und wird bis 2024 andauern. Damit die Baustelle effizient gestartet und abgewickelt werden kann, sind bereits ab Ende September 2021 Vorbereitungsarbeiten an den Zufahrtsstrecken erforderlich. Für Wandernde, Mountainbikerinnen und Mountainbiker werden Alternativrouten empfohlen, um der Wegsperre zwischen der Arzler und der Rumer Alm sowie dem verstärkten Baustellenverkehr auszuweichen.

Robert Gschleiner informiert über die geplanten Maßnahmen.
  • Robert Gschleiner informiert über die geplanten Maßnahmen.
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Großvorhaben

Damit die Nordkette als Lebensraum für Tiere und als Naherholungsgebiet für den Menschen während der Baumaßnahmen geschützt wird, wurden von den Behörden wasser-, forst- und naturschutzrechtliche Auflagen ausgesprochen, die von der IKB verlässlich eingehalten werden. Zusätzlich besteht eine rege Zusammenarbeit mit dem Amt für Wald und Natur der Stadt Innsbruck. „Diese Zusammenarbeit ist wichtig, um verschiedene Interessen und Erfordernisse bei der Umsetzung dieses Großvorhabens zu berücksichtigen. Fragen der Bevölkerung, die während der Baumaßnahmen anfallen, wird die IKB rasch und kompetent beantworten“, so der für den Forst zuständige Vizebürgermeister Johannes Anzengruber.

Die Bauarbeiten haben Auswirkungen auf das Naherholungsgebiet.
  • Die Bauarbeiten haben Auswirkungen auf das Naherholungsgebiet.
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Wassergeschichte

Robert Gschleiner, Geschäftsbereich Wasser der IKB, informiert, dass das völlig naturbelassene Wasser durch die Mühlerauer Quelle in die Innsbrucker Haushalte kommt. 1942 wurde mit dem Bau der ersten Teile der heutigen Quelle, die aus einem Hauptstollen und drei Querstellen besteht, begonnen. Jetzt ist Handlungsbedarf gegeben. Die Sicherung der Trinkwasserqualität, die Abdeckung des künftigen Wasserbedarfs und die Sicherung der Ersatz- und Notwasserversorgung stehen für die IKB im Mittelpunkt. Zwischen 15 und 20 Millionen Euro werden in die Maßnahmen investiert. Neben einem neuen Stollen werden auch Steuerungsmaßnahmen für die bestehenden Stollen errichtet. Damit sollen auf die verschiedenen Zukunftsfaktoren entsprechend reagiert werden. Als Beispiele nennt Gschleiner die Schüttung (Mit Schüttung oder Quellschüttung bezeichnet man das aus einer Quelle austretende Wasservolumen in einer bestimmten Zeit, auch Abfluss genannt) , die auch unter dem Aspekt des Klimawandels zurückgeht oder die Spitzen des Wasserverbrauchs. In Innsbruck wird im Übrigen am meisten Wasser im April verbraucht. Weitere Informationen: www.ikb.at/trinkwasser

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