Therapien mit Hanfprodukten werden international immer beliebter
Mini-Med: Hanf in der Medizin

Motiviert: Elisabeth Burgstaller mit Sonja Gastl
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(eg.) Diese Woche wurde das Thema „Cannabis in der Medizin“ beim Mini-Med, Österreichs medizinische Erfolgsvorlesungsreihe, von Klaus Seppi und Hans-Günther Knaus vorgestellt. „ Es gibt wohl keine berufeneren als diese beiden Vortragenden für das doch sehr kontroverse Thema“, so Moderator zur Nedden. Egal ob als Zutat in der Torte einer Wiener Konditorei oder als Superfood in den Bioläden in Form von Ölen und Samen ist die Nutz- und Zierpflanze in aller Munde. Viele Jahre kriminalisiert und tabuisiert wird die Hanfpflanze aus der Cannabis gewonnen wird immer salonfähiger. Das Drogenimage ist vor allem in Ländern wie den USA, Israel oder Niederlande kaum existent, da dort die Pflanze vor allem in der Medizin verwendet wird. In Österreich gibt es bis dato kein etabliertes medizinisches Cannabisprogramm, wie in den oben genannten Ländern. Eines steht fest: Cannabis hilft bei Schmerzen und so werden auch verschiedene Präparate in Österreich angeboten („zum Thema“). Einziger Nachteil sind die Kosten, welche nicht von den Krankenkassen übernommen werden. Argumentiert wird hier vor allem durch die mangelnde Glaubwürdigkeit der Pflanze. "Bleibt offen, weshalb es so dürftige Studien zu einer nicht von der Pharmaindustrie patentierbaren Substanz gibt", so die Vortragenden.

Zum Thema
Einige Cannabispräparate können per Rezept verschrieben werden. Hier obliegt dies dem behandelnden Arzt/ der behandelnden Ärztin sowie der Gesetzeslage im jeweiligen Land. In Österreich werden Medikamente auf Hanfbasis angeboten, jedoch meist nur wenn andere Medikamente nicht greifen. Viele PatientInnen klagen jedoch über Nebenwirkungen bei anderen Schmerzmitteln, wie Opiaten. Große Beliebtheit finden die Präparate mit dem Handelsnamen Dronabinol, Canemes und Sativex vor allem bei Tumorschmerztherapien, AidspatientInnen, PatientInnen mit Multipler Sklerose oder auch bei Rückenschmerzen. Natürlich muss erwähnt werden, dass Cannabis kein Wundermittel ist und diese Präparate bei manchen PatientInnen besser bzw. schlechter wirken, doch genauso ist es auch mit herkömmlichen Arzneimittel.

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