MINI MED Studium: Brustkrebsrisiko - Vorsorgen!

Univ.-Prof. Dr. Christian Marth und Univ.-Prof.in Dr.in med. Bettina Toth mit Moderator Univ.-Prof. Dr. Dieter zur Nedden.
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Vergangene Woche wurden im Rahmen des MINI MED Studiums Fakten, Risiken, mögliche Präventionen und Therapieaussichten rund um das Thema Brustkrebserkrankung vorgestellt. Jedes Jahr bekommen ca. 5.000 Frauen sowie 75 Männer in Österreich die Diagnose Brustkrebs. In Tirol sind es jährlich um die 500 Frauen, erläutern Univ.-Prof. Dr. Christian Marth und Univ.-Prof.in Dr.in med. Bettina Toth in ihrem Vortrag.

Sterblichkeit sinkt

Die Zahl der an Brustkrebs erkrankten Frauen bleibt gleich, jedoch hat sich die Sterblichkeit um 13 % reduziert – aufgrund besserer Behandlungsmöglichkeiten sowie frühzeitiger Entdeckung (siehe "Zum Thema"). Heutzutage reicht es meist bereits aus, den Lymphknoten aus der Achselhöhle operativ zu entfernen. Danach können verschiedene Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt werden, wie eine Strahlentherapie oder auch Hormontherapie. Ein wichtiges Thema für etliche Frauen ist die Fruchtbarkeit nach einer Chemotherapie. Möglichkeiten sind etwa die Unterdrückung der Eierstockfunktion, die operative Verlagerung der Eierstöcke aus dem Bestrahlungsfeld vor der Bestrahlung sowie das Einfrieren der Eierstöcke und/oder Eizellen. Neben der sogenannten Screening-Mammographie empfehlen die Experten auch durch eigenständige Abtasttechniken immer wieder die Brust zu untersuchen, um Veränderungen (Knoten) frühzeitig zu erkennen.

Zum Thema:

Dank der sogenannten Screening-Mammographie, welche ab einem Alter von 40 Jahren alle zwei Jahre kosteinfrei durchgeführt wird, kann Brustkrebs frühzeitig entdeckt und somit bekämpft werden. Univ.- Prof Dr. Marth appeliert an alle Frauen zur Vorsorge zu gehen, denn leider nehmen derzeit nur ca. ein Drittel aller Frauen dieses Angebot an. Weiters stellt er fest, dass das Brustkrebsrisiko neben einer frühzeitigen Entdeckung durch optimale Lebensumstände vermindert werden kann. Übergewicht, sowie Alkohol gelten als hohe Risikofaktoren und sollten somit vermieden werden.Weitere Risikofaktoren sind: frühe erste oder späte letzte Regelblutung, keine bzw. späte Schwangerschaft, familiäre Belastung, weinig Sport und Hormontherapie im Wechsel.

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