Gleichbehandlungsbericht
Neßler und Willi für Transparenz

Bezirkssprecherin der Innsbrucker Grünen Barbara Neßler und Bürgermeister Georg Willi wollen sich gegen die strukturelle Benachteiligung von Frauen einsetzen.
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Wie das STADTBLATT in seiner Ausgabe vom 27.02. berichtete, sitzt nur eine Frau an der Führungsspitze einer Tochtergesellschaft der Stadt Innsbruck: 27 von 28 Gesellschaften werden von einem „Chef“ geführt.

Der aktuelle Gleichbehandlungsbericht des Stadtmagistrats zeichnet ein ernüchterndes Bild auch von amtsinternen Personalentscheidungen. Die Führungskräfte des leitenden Organs Innsbrucks sind im überragenden Maß männlich. Das habe sich in den letzten drei Jahren kaum verändert – aus einem simplen Grund: Führungspositionen im Stadtmagistrat seien nur teilweise ausgeschrieben worden; viele wurden einfach intern nachbesetzt. Die Bezirkssprecherin der Innsbrucker Grünen Barbara Neßler und Bürgermeister Georg Willi wollen das jetzt ändern.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Abteilungsleiter und deren Stellvertreter waren laut dem Bericht zu 70 % Männer (7 Männer zu 3 Frauen). Amtsvorstände sind zu 78,26 % (18 Männer zu 5 Frauen) und Referenten zu 60,61 % (40 Männer zu 26 Frauen) männliche Angestellte. Die Zahlen der letzten Jahre zeigen auch keinen wirklichen Anstieg des Frauenanteils, ganz im Gegenteil: Innerhalb der Kategorie „Führungskraft“ ist die Anzahl von weiblichen Angestellten sogar leicht rückläufig. Somit konnte der Frauenanteil von 40 % im Jahr 2018 nicht erreicht werden.

Strukturelle Benachteiligung

„Strukturelle Benachteiligung von Frauen ist Wirklichkeit. Wir müssen als Stadt ein Vorbild sein, das sich dagegen einsetzt“, sagt Barbara Neßler. „Wenn Positionen nicht einmal ausgeschrieben werden, kann 'die Bessere' nicht gewinnen.“ Obwohl sich unter den Gesamtbeschäftigten Frauen und Männer die Waage halten, will Neßler die Schere bei den Führungskräften nicht als Lebensrealität der Innsbruckerinnen akzeptieren. „Somit werden Frauen von vornherein vom Wettbewerb ausgeschlossen, aber ironischerweise gern als 'wettbewerbsunfähig' betitelt, sprich nicht durchsetzungsstark genug. Die Wahrheit ist leider, dass sie die Chance nie bekommen, sich unter Beweis zu stellen.“

Gleiche Chancen für alle

„Insbesondere der Stadtmagistrat muss in puncto Chancengleichheit und Transparenz mit gutem Beispiel vorangehen. In Zukunft sollen offene Führungspositionen öffentlich ausgeschrieben werden, denn für diese verantwortungsvollen Bereiche wollen wir die besten Köpfe“, sagt Bürgermeister Georg Willi.

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