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ERWIN, DEIN OMBUDSMANN
„Patientenmilliarde“ ist eine Belastungsmilliarde

AK Präsident Erwin Zangerl: „Gemeinsam schaffen wir‘s!“
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„Glaubt man der Regierung,soll mit der Zusammenlegung der Gebietskrankenkassen eine Milliarde Euro eingespart werden. Sparen finde ich grundsätzlich ja gut. Jetzt aber hört man von vielen Seiten, dass das alles nur ein Schmäh ist, der uns teuer zu stehen kommen wird. Was steckt dahinter? Schön langsam kenne ich mich nicht mehr aus“, sagt Peter resignierend.

Milliarden-Illusion

„Zum Glück werden jetzt viele Menschen hellhörig. Denn die vermeintliche Sozialversicherungs- Milliarde, die bis 2023 angeblich eingespart werden
soll, ist nichts anderes als eine weitere Illusion, mit der Türkis- Blau die Menschen im Land für dumm verkaufen möchte“, klärt AK Präsident Erwin Zangerl auf. „Die Patienten von Krankenkassen und AUVA werden sich damit gar nichts sparen, stattdessen wird sie eine solche Fusion mindestens eine Milliarde Euro kosten! Dafür droht uns eine Drei-Klassen-
Medizin.“
Man muss nur ein wenig nachrechnen: Werden die neun Gebietskrankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse fusioniert, dann müssen sie die zusätzlichen finanziellen Belastungen von 483 Millionen Euro stemmen, die sich durch höhere Zahlungen für Privatkrankenanstalten, Kostenverschiebungen von der AUVA und
Änderungen beim bisherigen Ausgleichsfonds der Gebietskrankenkassen
ergeben. 
Bei der AUVA entstehen zudem Mehrbelastungen von 603 Millionen Euro, die vor allem aus der Senkung der  Unfallversicherungsbeiträge für Unternehmen resultieren.

500 Millionen für Fusion

Da sind die Kosten, die sich allein aus der Fusion ergeben, noch gar nicht eingerechnet. „Auch das hat die türkis-blaue Regierung tunlichst verschwiegen. So hat etwa die Fusionierung der PVA laut Rechnungshofbericht Kosten von rund 200 Millionen Euro verursacht“,
erklärt der Ombudsmann. „Ausgehend davon ist bei den Kassen mit Fusionskosten von rund 500 Millionen Euro zu rechnen.“
Heißt unterm Strich: Die Steuerzahler sollen Unsummen zahlen, damit ein von ihnen selbst verwaltetes gut funktionierendes Sozialsystem vernichtet
wird. Schmackhaft gemacht wird ihnen das mit vergleichsweise extrem geringen Einsparungen: So machten 2017 die Aufwendungen für die Selbstverwaltung mit 5,3 Millionen Euro nur 0,0009 Prozent aus!

Und die Folgen?

Durch die horrenden Kosten, die entstehen, drohen den Patienten
Selbstbehalte, Ambulanzgebühren und Leistungskürzungen ebenso wie eine Drei-Klassen-Medizin, die einen Keil in unsere Gesellschaft treiben wird. Hier wird nichts harmonisiert, hier wird schamlos Machtpolitik auf dem Rücken der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrieben, die sich fragen dürfen, warum Politiker, Beamte, Bauern und Selbständige auch weiterhin besser versorgt werden, als sie. Und die sich fragen dürfen, warum schon wieder weniger Geld für das Haushaltsbudget zur
Verfügung steht …

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