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Die Tiroler Rechtsanwälte
Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Rechtsanwalt MMag. Dr. Jakob Margreiter, LL. M., klärt über die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht auf.
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Mit einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht bewahren Sie sich Autonomie, Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit. Aber was sind eigentlich die Unterschiede?

Rechtsanwalt
MMag. Dr. Jakob Margreiter, LL. M.
klärt auf


Im Mittelpunkt des Erwachsenenschutzrechtes stehen die Sicherung der Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sowie die Entscheidungsfreiheit der Betroffenen. Es soll damit Menschen die Möglichkeit gegeben werden, Vorkehrungen für eine Zukunft zu treffen, in welcher sie dann selbst nicht mehr in der Lage sind, ihrem Willen und ihren Wünschen Ausdruck zu verleihen.

Die Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmt man, wer für einen handeln und wer für einen selbst Entscheidungen treffen soll. Diese Entscheidung kann man aber auch jederzeit widerrufen. Diese Vollmacht wird stets nur dann wirksam, wenn man selbst nicht mehr in der Lage ist, diese Handlungen aus Eigenem vornehmen zu können. Der Vorteil einer Vorsorgevollmacht liegt darin, dass man Personen seines Vertrauens für einen handeln lässt und dadurch auch die Bestellung eines gerichtlichen Vertreters, zu welchem man keine Beziehung hat, verhindern kann. Diese Personen des Vertrauens müssen nicht mit einem verwandt sein. Dadurch, dass man eine Vorsorgevollmacht beim Österreichischen Zentralen Vertretungsregister hinterlegen kann, wird sichergestellt, dass die eigenen Vorstellungen und Vorgaben im Vorsorgefall bekannt sind und umgesetzt werden.

Die Patientenverfügung

Durch eine Patientenverfügung ist es möglich, im Vorhinein bestimmte Behandlungsmethoden abzulehnen. Damit diese Wünsche und Vorstellungen im Ernstfall auch Beachtung finden, ist es notwendig, eine verbindliche Patientenverfügung zu errichten. Diese kann nur von einer rechtskundigen Person (Rechtsanwalt, Patientenvertreter, Erwachsenenschutzverein, Notar) errichtet werden. Damit eine Patientenverfügung gültig errichtet werden kann, muss man ein Aufklärungsgespräch bei seinem Hausarzt führen, damit man über seine medizinischen Möglichkeiten im Bilde ist. In weiterer Folge kann dann diese verbindliche Patientenverfügung im Patientenverfügungsregister angezeigt werden, damit im Ernstfall der behandelnde Arzt die Wünsche respektieren und entsprechend den niedergelegten Anweisungen handeln kann.

Patientenverfügung: Verbindlich oder nicht verbindlich?

Durch Unfall oder Krankheit kann jeder in die Situation kommen, sich nicht
mehr äußern zu können, welche medizinische Behandlung abgelehnt wird.
Für solche Fälle wurde die Patientenverfügung geschaffen, um das Selbstbestimmungsrecht von Patienten zu wahren.
Grundsätzlich muss zwischen einer verbindlichen und einer nicht verbindlichen Patientenverfügung unterschieden werden. Während erstere für den Arzt verpflichtend ist, dient letztere nur der Ermittlung des Willens des Patienten. Vorausgesetzt der Arzt weiß, dass eine Patientenverfügung überhaupt existiert. Eine Vertrauensperson (etwa ein Vorsorgebevollmächtigter) sollte daher über die Existenz der Patientenverfügung Bescheid wissen. Zudem sollte eine Patientenverfügung zusätzlich registriert werden – etwa im Patientenverfügungsregister der österreichischen Rechtsanwälte.

Individuelle rechtliche Beratung ist bei jeder Art der rechtlichen Vorsorge (Vollmacht, Testament und Patientenverfügung) unverzichtbar. Lassen Sie sich rechtzeitig von Ihrem Rechtsanwalt über die für Sie besten Gestaltungsmöglichkeiten beraten.

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Rechtsanwalt MMag. Dr. Jakob Margreiter, LL. M., klärt über die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht auf.
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Autor:

Tiroler Rechtsanwälte aus Innsbruck

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